Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
Antworten
Benutzeravatar
Züriseekalmar
Beiträge: 306
Registriert: Sa 13. Jul 2013, 22:43
Meine Gewässer: Zürichsee, Limmat
Wohnort: Zürich
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal
Switzerland

Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Beitrag von Züriseekalmar » Do 14. Mär 2019, 08:54

Hi zusammen
Ich übe ja gerade etwas mit Unterwasserhunden. Da ich auf Forellen doch relativ tief fische, habe ich teilweise Probleme mit der Bisserkennung, v.a. bei kleineren Fischen in grosser Tiefe und das ist natürlich blöd die lange mitzuziehen, v.a. wenn man sie ja wieder releasen will. Nun habe ich mir überlegt, ob es etwas bringen würde, wenn ich die 25m langen Zügel mit Geflochtener und 5m Vorfach bestücken würde. Ich würde dabei erwarten, dass ich die Bisse auf Grund der geringeren Dehnung besser erkennen kann. Hat jemand schon damit rumexperimentiert? Ich habe etwas Angst vor Schnurrwirrwarr.
Vielen Dank und Grüsse

Benutzeravatar
d83
Beiträge: 127
Registriert: Mo 30. Jan 2012, 20:23
Meine Gewässer: Zürisee
Hat sich bedankt: 1 Mal
Switzerland

Re: Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Beitrag von d83 » Do 14. Mär 2019, 13:49

Beim UWH 25m lange Zügel finde ich viel zu lang!für Forellen reichen 13-15m und beim Hecht 6-9m!

Benutzeravatar
Züriseekalmar
Beiträge: 306
Registriert: Sa 13. Jul 2013, 22:43
Meine Gewässer: Zürichsee, Limmat
Wohnort: Zürich
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal
Switzerland

Re: Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Beitrag von Züriseekalmar » Do 14. Mär 2019, 18:17

Danke für deine Meinung.. und bezüglich meiner Frage, hast du da auch Erfahrungen? :)

Benutzeravatar
thoma49
Beiträge: 16
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 20:34
Meine Gewässer: Neuenburgersee, Schiffenensee
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Beitrag von thoma49 » Do 14. Mär 2019, 18:47

Ich schleppe schon viele Jahre mit UWH. Meine Zügellängen sind auf Forellen 12m, auf Hecht 6m + Vorfach. Geflochtene ist
nicht zu empfehlen.
Forelle 0,35 Hecht 0,50 er

Petri Thoma 49

Benutzeravatar
Züriseekalmar
Beiträge: 306
Registriert: Sa 13. Jul 2013, 22:43
Meine Gewässer: Zürichsee, Limmat
Wohnort: Zürich
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal
Switzerland

Re: Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Beitrag von Züriseekalmar » Do 14. Mär 2019, 19:35

Vielen Dank. Warum ist die Geflochtene nicht zu empfehlen? Wie lange ist dein Vorfach nach den 12m noch?

Benutzeravatar
Beat
Beiträge: 263
Registriert: Mi 31. Aug 2016, 10:22
Meine Gewässer: Weltweit
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 26 Mal
Switzerland

Re: Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Beitrag von Beat » Fr 15. Mär 2019, 09:05

Ich würde dir auch von geflochtener abraten. Ich fische 22m Zügel 0,50er auf Forellen - 5 Zügel mit jeweils 9m Abstand zueinander. Ich glaube, dass Problem ist, dass es über mehrere "Ecken" geht. Wenn du einen Biss am z.B äussersten Zügel hast, dann gibt zuerst der Hund und dann das Blei, welches durch die Schärwirkung vom Hund vom Boot weggezogen wird, nach. Ich denke die Dehnung der Schnur fällt hier dann nicht gross ins Gewicht, daher wirst du mit einer geflochtenen die Bisse vermutlich nicht viel besser erkenne. Hingegen hast du sicherlich eine grossen Nachteil wenn dir mal eine 80er mit besten Konditionen einsteigt, da bist du dann um die Dehnung einer Mono/FC froh. Ich hatte das Problem anfänglich auch mit der Bisserkennung am UWH. Nach zwei Jahren habe ich mir eine grössere Rolle zugelegt und ein bisschen mit der Glocke und dem Spanner gepröbelt. Ich achte z.B darauf, dass die Schnur von der Rolle nicht gerade zum Blei verläuft und ich mit dem Spanner einen relativ grossen "Knick" in der Schnur erzeuge. Eine gute Glocke ist sicher auch von Vorteil. Mittlerweile konnte ich es so gut anpassen, dass ich Saiblingsbisse auf 40m sehe/höre, zwar nicht gut, aber ich bemerke es :D

Ich weiss nicht was du für Zügel hast, versuche aber sonst mal eine dickeren Durchmesser, so 0,5-0,6 da verlierst du auch ein bisschen an Dehnung bei kleineren Fischen - obwohl es vermutlich keine grossen Unterschied machen wird. Jedoch ist die Schnurdicke absolut nicht relevant für das Bissverhalten, dass man für Forelle dünnere Schnüre braucht als für Hechte ist in meinen Augen kompletter Schwachsinn, gibt absolut keinen Grund ein dünnere Schnur zu verwenden (aufs Schleppen bezogen - Werfen ist das natürlich eine andere Geschichte). Deine Zügel kürzen würde ich nicht, ich erachte 20-25m als perfekt, sehe auch hier keinen Vorteil von kürzeren Zügel.

Und noch was: Mit Vorfächer arbeiten würde mir jetzt auch nie in den Sinn kommen. Das gibt nur eine zusätzliche Schwachstelle und bringt rein gar nichts. Vorfächer geben Sinn wenn du mit Rutenhunden, Blei oder ähnlichem arbeitest. Bei einem Zügel der eingehängt wird und sonst nichts ist ein Vorfach mE nonsens.

Benutzeravatar
Bodenseeaal
Beiträge: 183
Registriert: So 17. Jan 2010, 10:31
Meine Gewässer: Bodensee
Danksagung erhalten: 18 Mal
Germany

Re: Zügel aus geflochtener Schnur? (Unterwasserhund)

Beitrag von Bodenseeaal » Fr 15. Mär 2019, 17:18

Hallo Beat,

der Grund ist, dass 0,6 den Lauf der leichten Perlmuttpange einschränkt. Deshalb kommt bei mir nach sehr stabil 0.6 (auf Hecht dann plus Stahl) einfach 5m 0.4 für Forelle. Die Spange tänzelt dann nicht vollkommen frei bei dickerem Seil das muss bei einigen Spangen gar kein Nachteil sein. Es verändert zumindest jedoch etwas das Köderspiel (das "Ausbrechverhalten" etwa hängt ja an ganz kleinen Einstellungen oft nur). Das optimalste Laufverhalten der Spangen ist ja das Entscheidende. Ich konnte diesbezüglich enorm viel lernen dieses Jahr ich hab +50 Spangen selbst hergestellt dieses Jahr erstmalig und richtig eingestellt. Eine 85 Forelle hängt am sichersten an 0.8, das ist klar, aber der Einsatz etwas dünnerer Schnüre ist nicht ausnahmslos Schwachsinn. Hecht, große Köder, Stahl eh klar, ganz dicke Leine dran, fangst nicht weniger beim Schleppen meine Meinung
born to fish, .... forced to work

Antworten

Zurück zu „Fangberichte Raubfische, Spinnfischen und Schleppfischen“