Kurzes Rapfeninferno...

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Lahnfischer
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Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Lahnfischer » Mo 4. Aug 2014, 18:13

Kurzes Rapfeninferno...


Hi @ all,

noch leicht erhöhter Lahnpegel und Sonnenschein, ich habe ne Woche frei, also beste Voraussetzungen für die Jagd auf Rapfen, so dachte ich mir, als ich mich auf den Weg zu einem der zahlreichen Lahnwehre machte.

Dort angekommen, war wie erwartet mächtig Strömung unter dem Wehr, sogar noch etwas mehr als erwartet. Also zunächst die üblichen Verdächtigen Topwater-Köder durchgepeitscht, doch irgendwie ohne Resonanz. Allerdings war die Strömung auch wirklich noch etwas heftig für direktes Topwaterfischen.
Aber ich habe ja noch einen Illex-Water-Monotor; der läuft ebenfalls wie die anderen Köder walk-the-dog, allerdings ist der sinkend und macht dies knapp unter der Oberfläche, Tiefe je nach Führungsstil.

Gleich der erste Wurf in den Wehrschuss hinein zeigte, dass meine Wahl goldrichtig war. Nach 2-3 Metern schnellster Führung knapp unter der Oberfläche wurde der Lauf des Köders jäh unterbrochen und die Rute verneigte sich ehrfürchtig. Sofort nach dem Anschlag schoss der Fisch stromab, ich hielt die Rute steil über den Kopf (dort ist es stellenweise recht flach und überall liegen Steine im Wasser) und ließ sich den Fisch im schnellen Wasser auspowern. Schließlich wurden die Fluchten langsamer und der Fisch war reif für den Kescher...

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64 cm geballte Kraft, gar nicht schlecht für den Anfang dachte ich mir...

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Schneider frei, ab jetzt ist alles Zugabe, so waren meine Gedanken und tatsächlich, diese Zugabe ließ nicht lange auf sich warten...
In einem der nächsten Würfe schepperte es wieder brachial in der Rute und nach einem noch heftigeren Drill ließ sich dieser 69er Rapfen über den Kescher führen...

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Auch hier wieder ein Beispiel für die unbändige Kraft der Rapfen, bei einem Biß denkt man oft, man hätte ne fahrende U-Bahn gehakt. Deswegen, lieber ne weichere Rute nehmen und die Bremse halb offen lassen, sonst ist der der Drilling grade und der Fisch weg...

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Doch auch nach diesem Prachtfisch war beileibe nicht Schluss. Wieder nur wenige Minuten später gabs Rapfen Nr. 3, mit 62 cm auch kein schlechter...

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Man beachte, zwischen dem ersten und dem letzen Bild waren gerade einmal 22 Minuten vergangen...  8)

Direkt im Wehrschuss tat sich dann erst einmal nichts mehr und ich versuchte mein Glück weiter unten, doch hier gab es lediglich 2 knallharte Fehlbiss auf schnell geleierte kleine Kopytos. Ich wäre gerne noch weiter flussabwärts gelaufen, kenne da noch die eine oder andere verheißungsvolle Stelle, aber es wurde schlagartig deutlich dunkler und erstes Gewittergrollen machte mich auf das schnell heranziehende Gewitter aufmerksam, so dass ich mich genötigt sah, den Angeltag vorzeitig abzubrechen. Schade, da wäre noch deutlich mehr gegangen heute...  :roll:
Zuletzt geändert von Lahnfischer am Mi 6. Aug 2014, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Thomas

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Rolf » Di 5. Aug 2014, 15:57

Hallo Thomas,

vielen dank für den Bericht, echt Top!

Wie schmeckt der Rapfen eigentlich, hat er viele Gräte und wie, wenn, wird er zubereitet?
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Lahnfischer » Di 5. Aug 2014, 19:06

Petri Dank Rolf,

wenigstens ein Petri bei weit über 400 Zugriffen. Da wundert es mich nicht, wenn Beitragszahlen in den Fangberichten rückläufig sind... :roll:

Ich habe noch keinen Rapfen gegessen und werde das auch nicht tun, die sollen übelste Grätenmonster sein und das Fleisch auch nicht berauschend. Aber an der Angel klasse Kämpfer... :up:

Auch wenn es scheinbar keinen interessiert: :lol:

Heute gabs in 2,5 Stunden noch mal 4 Rapfen, der größte hatte 72 cm. Die Lahn war noch etwas gestiegen und es lief deutlich zäher wie gestern, aber man will sich ja nicht wirklich beschweren... :lol:

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Gruß Thomas

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Flümi » Di 5. Aug 2014, 19:22

Petri und merci für die Berichte :D

Laufen diese Köder ähnlich wie der Sammy von Lucky Craft?
Gruss, Stefan
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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Klapsi » Di 5. Aug 2014, 20:50

Petri zu den tollen Fischen :D Du schreibst sehr sehr nah am Geschehen, ich denke jeder Angler kennt das Gefühl, wenn sich die Rute "ehrfürchtig verbiegt" " :up:
---> http://expeditom.com/ <--- :D

Das Wichtigste beim Angeln sind lange Arme, damit man zeigen kann, wie groß der Fisch war!

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Loup » Mi 6. Aug 2014, 06:52

Von so vielen Rapfenkontakten träumen wohl viele Schweizer Fischer. Muss einfach geil sein so ein Kraftpaket zu drillen.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von spindoctor » Mi 6. Aug 2014, 09:18

Schöner Bericht Thomas, Petri zu den schönen Rapfen! :v:

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Lahnfischer » Mi 6. Aug 2014, 10:03

Petri Dank :D
Flümi hat geschrieben:
Laufen diese Köder ähnlich wie der Sammy von Lucky Craft?
Der Illex Water-Monitor läuft auch ähnlich wie der Sammy, kannst du walk the dog führen, allerdings dadurch, dass er sinkt, lässt er sich von an, bzw. dicht unter der Oberfläche bis in etwa 1 Meter Tiefe führen. Er kann deutlich schneller geführt werden ob mit oder gegen die Strömung. Für den Sammy War die Strömung dort zu stark :wink:
Gruß Thomas

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Flümi » Mi 6. Aug 2014, 14:43

Ok, merci. Wird wohl auch weiter geworfen werden können, da er sinkt und dadurch bei gleicher Grösse schwerer sein wird. Ich konnte mich bisher noch nicht mit Topwaterködern anfreuden. Weder mit einem Gunfish, einem G-Splash, verschiedenen Poppern, dem Sammy, dem Bevy Pencil, noch dem New Pencil konnte ich irgendwelche Erfolge verbuchen, drum bin ich sehr zurückhaltend geworden, was den Kauf zu Testzwecken betrifft. Vielleicht führe ich sämtliche Köder auch zu langsam, je nach Situation. Strecke machen und Köder als flüchtende Beute an den Fisch bringen, die sich sozusagen völlig verausgaben, ist nicht so mein Ding. Hat aber auch keine Rapfen in meinen Gefilden :lol:
Gruss, Stefan
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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Loup » Mi 6. Aug 2014, 16:15

@ Flümi
Aber Egli hats doch. Es gibt keine schönere Eglifischerei für mich als mit Topwater. Wenn die Eglis an der Oberfläche am jagen sind, das ist im Moment sehr früh, und du einen Topwaterköder durchziehen kannst, die Eglis dann fast auf den Köder springen. Herz was möchtest du noch mehr.
Diese Woche erlebt im Seeland.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Uwe » Mi 6. Aug 2014, 16:20

Thomas, da kann man(n) nur staunen :shock:

Und ich kann mir fast nicht vorstellen was ein 72er Rapfen in der Strömung für Radau macht. Ich denke, das ist wirklich so, als ob man ein U-Boot gehakt hat :lol:

Und natürlich noch ein digges petriprost zu den gefangene Fischen :v:
Gruss Uwe
Eine Seeforelle zu fangen ist wie ein wunderschöner Sonnenuntergang. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben. Bild

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Tschungeljunge » Mi 6. Aug 2014, 22:26

Peterli....habe noch nie auf Rapfen geangelt - muss aber mächtig abgehen =)

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von ChristianK. » Do 7. Aug 2014, 00:01

Merci für den Bericht und Petri Heil zu den tollen Rapfen!

Die Burschen vermisse ich hier etwas!
Wenn dutzende Lauben die Oberfläche durchbrechen und in alle Richtungen springen weil ein Rapfen sie attakiert, die Hammerharten Bisse und Drills, das Mords getöse an der Oberfläche wenn sie dort rauben...und genauso ihre Gleichgültigkeit auf alle möglichen Köder, wenn sie einfach nicht wollen, sich aber immer zeigen :P

Klar kann man Rapfen essen, genauso gut wie Alet, alles klar?! ;)
Man kann, muss aber nicht :mrgreen:
Petri Heil
Christian

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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Flümi » Do 7. Aug 2014, 19:28

Loup hat geschrieben:@ Flümi
Aber Egli hats doch. Es gibt keine schönere Eglifischerei für mich als mit Topwater. Wenn die Eglis an der Oberfläche am jagen sind, das ist im Moment sehr früh, und du einen Topwaterköder durchziehen kannst, die Eglis dann fast auf den Köder springen. Herz was möchtest du noch mehr.
Diese Woche erlebt im Seeland.
Da hat halt jeder seine Vorlieben und das ist auch gut so. Wenn hier im Seeland die Egli an der Oberfläche jagen, dann sieht es bei verschiedenen, realen Personen so aus:
-Flümi nimmt einen seiner Lieblingswobbler, twitcht und fängt so am meisten, mit anderen Ködern jedoch weniger oder nichts
-ein Kollege X nimmt seinen Gunfish aus der Box und fängt so am meisten, mit anderen Ködern jedoch weniger
-ein Kollege Y nimmt seine Buldorute raus und fängt seine Egli so, mit anderen Ködern und Systemen jedoch weniger oder auch nichts.
-ein Kollege Z benutzt No-Action-Shads am Jigkopf und fängt seine Egli so.

Jeder von uns hat eine völlig andere Rutenlänge, anderes WG, einen anderen Führungsstil und eine andere Schnur. Jeder von uns fängt mit seiner bevorzugten Methode seine Egli und jeder mag seine Technik. Und jeder versteht die Begeisterung des Anderen für seine jeweilige Technik und versucht sich manchmal mit der des Anderen, aber aller Anfang ist halt schwer ... oder die Combo und die Schnur passen nicht so gut zum Führungsstil und der Erfolg bleibt aus, auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt, fehlt manchmal das gewisse Etwas, das die vielen Nachläufer doch noch überzeugt ;)
Gruss, Stefan
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Re: Kurzes Rapfeninferno...

Beitrag von Lahnfischer » Fr 8. Aug 2014, 10:15

Topwaterfischen auf Barsche ist vielleicht nicht die erfolgreichste Methode, obwohl das oft sehr erfolgreich sein kann, aber mit Sicherheit die spannendste... 8)
Gruß Thomas

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