Welse im Vormarsch 20min

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Terraformer
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Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Terraformer »

Hallo
Heute im 20min: Zuviele Welse im Sempachersee und die üblichen Bedenken...
Was ich mich frage: Wenn das wirklich so ist, auch aus Sicht des Kantons, warum wird dann die Welsangelei nicht radikal liberalisiert? Als Freiangelei ohne Restriktionen? Hmmm, tja, dann müsste man halt auch c&r erlauben um fälschlich gefangene Hechte wieder freizulassen?
Oder wie sehr ihr das?
LG
Jo
PS: Hab noch vergessen: Natürlich inkl. Nachtfischen
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Trucha89
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Trucha89 »

Lieber Terraformer, jeden Hecht über 80cm lasse ich wider schwimmen. Schmeckt mir sowieso nicht, und gut für die Fortpflanzung. Meiner Ansicht nach sollte jeder Fischer, in der Schweiz den Sana haben müssen. Ob Freiangelrecht oder nicht, spielt keine Rolle.

Welse gab es schon for 20 Jahren in den Seen. Ob es jetzt mehr hatt, oder nicht spielt nich so eine grosse Rolle. Es sind verschiedene Faktoren die eine Rolle spielen. Netzfischerei wie auch Gewässer Verschmutzung, wie auch zu sauber. Und ganz klar wir Menschen, die das grösste Übel sind. Das ist meine Ansicht, jeder wie Er/Sie möchte :)

Gruess
El Rio
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Terraformer
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Terraformer »

Lieber Trucha98
Ich bin mir nicht sicher ob du mich richtig verstehst.
  • mit Freiangelei meine ich nicht kein Sana sondern freie Wahl der Köder ohne Patent
  • Wenn du einen Sana hast, weisst du ja dass das Freilassen eines grossen Hechts gegen die Vorschiften ist, gell ? Es sein denn aus ökologischen Gründen......? Würd ich persönlich jetzt hier nicht so proklamieren..........
  • Welse gab es schon immer, natürlich, es ist eine Frage der Dominanz, wenn es keine anderen mittelgrossen Fische mehr gibt, spielt das nicht so eine grosse Rolle?
Petri
Jo
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Trucha89
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Trucha89 »

Freiangelei ist auch Pro und Kontra.

Für die Fortpflanzung, sollte genug Ökologisch sein :wink:

In jedem anderen Land die Seen, oder Flüssen haben klappt es auch mit dem Wels.

Es ist immer einfach den Welsen, oder anderen Lebewesen die Schuld zu geben.

Wie Menschen haben den grössten Anteil an der Sache.
El Rio
Bad Ass Fisherman
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Bad Ass Fisherman »

Ja der Wels ist auf dem Vormarsch.

Für mich eigentlich klar das es zu Problemen kommen wird.
Schon nur weil er in vielen Gewässer der Schweiz nicht heimisch wäre, neben bei steigen die Wassertemp. jährlich an was die Fortpflanzung und ihren Hunger begünstigen.
Im Greifensee sehen wir seit knapp 10 Jahren dass es immer mehr werden und Welse um 220cm sind bereits keine Seltenheit mehr.

Im Greifensee merken wir aber noch nix das andere Bestände einbrechen.

Anders ist es in der Glatt.
Wir haben letztes Jahr einen entfernt der 140cm hatte...
In den 400m wo er zuhause war gab es keinen Fisch mer zwischen 15-35cm!!
Ob die weg waren wegen dem Räuber, weil er sie gefressen hat, können wir nicht sagen.
Aber, 2 Wochen nach dem der dort weg war hatte es die vermissten Grösse plötzlich wieder überall in dem Gebiet.

Jeh nach Grösse kann der wels sehr schnell oder schleichend zum Problemfisch werden.

Man schaue auf Spanien an den Ebro.
Heimische Fischarten findet man in dem Fluss praktisch keine mehr. Wels, Zander, Egli und Bass dominieren.

Ich hoffe mal das dass bei uns nicht so eintreffen wird.
Mfg BAF
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener...

War es schlecht, dann erst Recht!!
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von fisherofmen »

Ich habe am Sempachersee schon seit ein paar Jahren das Patent und wir sind regelmässig auf dem TCS Campingplatz. Ich habe mich viel mit den Bootsfischern (Bootssteg Campingplatz) unterhalten. Sie fangen die Welse oftmals mit schleppen. Ich hatte noch nie einen Wels vom Kajak aus am Haken, allerdings schleppe ich auch nicht. Wenn es so viele Welse haben soll (?), dann hätte ich doch schon lange einen Wels am Haken haben müssen, wenn ich auf Eglis und Hechte gehe (meistens mit dem Gummifisch). Am Ebro habe ich regelmässig kleinere Welse (bis 1 Meter) am Haken, wenn ich mit 9 - 11 cm grossen Gummifische auf Zander und Egli fische.
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Bad Ass Fisherman »

@fisherofmen

Komm mal an den Greifensee, wir fangen sie auch beim schleppen wie beim werfen und beim ansitzen..

Wenn die Zander jetzt auch noch so mitmachen würden müsste man nicht mehr an den Ebro aus schweizer Sicht :lol: :lol:

Mfg BAF
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener...

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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von fisherofmen »

Bad Ass Fisherman hat geschrieben: Mi 23. Feb 2022, 14:08 Wenn die Zander jetzt auch noch so mitmachen würden müsste man nicht mehr an den Ebro aus schweizer Sicht :lol: :lol:
:wink: Die Temperaturen sind im Februar/März und Oktober/November am Greifensee leider auch nicht wie am Ebro :D

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Dural
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Dural »

Jeder Fisch kann aus ökologischen Gründen wieder zurückgesetzt werden, die Art (Ausser Neozoen) sowie die Grösse ist dabei rechtlich egal. Das einzige was in der Schweiz verboten ist, ist die Absicht Fischen zu gehen um jeden gefangen Fisch zurückzusetzen.
Sprich wenn jemand sagt er lasse alle Hechte über 80cm wieder Schwimmen ist das klar nach Schweizer Recht zulässig.

Wobei Hecht und auch Welse sicherlich kaum noch eine Schonung brauchen, gibt genug.
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von simi.druk »

Hallo
Wo gibt es überhaupt Katzenwelse?
Ein bisschen vom Thema abgerutscht.
Entschuldige
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Trucha89
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von Trucha89 »

Habe hier den Wiki Link, kannst schauen und dich informieren.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Zwergwels

Gruess
El Rio
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saladi
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von saladi »

simi.druk hat geschrieben: Do 3. Mär 2022, 11:16 Hallo
Wo gibt es überhaupt Katzenwelse?
Ein bisschen vom Thema abgerutscht.
Entschuldige
Hi Simi, habe gleich ein wenig recherchiert und bin auf folgendes gestossen:

"Der Schwarze Zwergwels kommt vermutlich hauptsächlich in
Südeuropa (Italien, evtl. Spanien) vor. Die Bestände in der
deutschen (Bodensee, Zürichsee) und der französischen
Schweiz (Rhone, Genfersee) dürften somit in erster Linie aus
dem Braunen, diejenigen im Tessin (Langensee, Luganersee)
evtl. aus dem Schwarzen Zwergwels bestehen."


Quelle:
Einwanderung von Fischarten in die Schweiz


Laut einer aktuellen Arbeit über die Fischfauna in Schweizer Seen, finden sich Katzenwelse in folgenden Gewässern(Siehe Seite 164):
- Genfersee
- Zürichsee - Untersee
- Bodensee - Untersee
- Gardasee
- Lage Maggiore
- Luganersee
Die meisten Katzenwelse scheint der Lago Maggiore zu beherrbergen. (Siehe Seite 166)

Quelle:
Diversity, distribution and community composition of fish in perialpine lakes


Gib Bescheid, wenn du einen findest ;)

lg Saladi
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simi.druk
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von simi.druk »

Danke vielmal
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von primus »

Der Katzenwels ist in der CH nicht vertreten.
Allenfalls in Weihern in der Südschweiz vlt teilweise eingesetzt.
Gruß und Petri

Manu
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JJwizard
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Re: Welse im Vormarsch 20min

Beitrag von JJwizard »

Kürzlich war ich an meinem Hausgewässer am Rhein bei Diessenhofen unterwegs. Dieses Revier war vor 40 vielleicht auch noch vor 30 Jahren eines der besten Forellen- und Aeschen Reviere der Schweiz. Dann kam die Gewässerverseuchung, der Einfall von Kormoranen und Gänsesäger und der Klimawandel mit sommerlichen Wassertemperaturen von 28 Grad. Heute ist das Revier noch ein Alet-Eldorado garniert mit schönen Barben. Und wie bereits angesprochen, stehe ich kürzlich auf einem für dieses Revier so typischen Hochbord und zu meinen Füßen, keine 2 m vom Ufer lauerte da doch tatsächlich ein ca. 140cm langer Wels. Wir müssen einfach erkennen, dass sich auch die Natur längst nicht mehr an das Gesetz zum Besatzverbot von nicht heimischen Fischarten, auch nicht in der Aeschenregion,hält.

Deshalb verstehe ich nicht, wieso wir in einer Zeit wo in unseren Gärten Palmen wachsen, Waldränder mit rosa blühenden invasiven Pflanzen überwuchert werden und sich der Ausländeranteil der Schweizer Bevölkerung gegen 40% bewegt, unsere staatlich bestellten Fischereiverwalter und Politiker die von unseren Steuergeldern bezahlt werden, sich nicht den Tatsachen des klimatischen Wandels konstruktiv stellen und den gebeutelten ehemaligen Forellengewässer statt den Bachforellen die Regenbogenforellen zurückgeben und diese aktiv wieder bewirtschaften, zumal die Regenbogenforellen mindestens schon 120 Jahre bei uns in der Schweiz vorkommen und offensichtlich gut (über)leben!!!!?!!

Was ich sagen will, jeder von uns muss beruflich mit der Zeit gehen sonst verliert er den Job, so sollten es auch die für die Bewirtschaftung unserer Gewässer Verantwortlichen halten und unser Geld sinnvoll einsetzen. Deshalb meine Parole „Rettet die Gewässer, gebt den heutigen Gewässern die passenden Bewohner,“wie es bereits in unseren benachbarten Ländern getan wird.

Tight-Lines,
Steve
Born to fish - forced to work!
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