Fliegenfischen in Bergseen?

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forellenfreak
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Fliegenfischen in Bergseen?

Beitrag von forellenfreak » Sa 21. Nov 2009, 16:49

Hallo zusammen habe ein paar Fragen an euch. Bezieht sich auf das Fliegenfischen in Bergseen


- Welche Trocken und Nymphenmuster fischt Ihr dort.

- Wie lang ist euer Vorfach

Benutzt ihr Pitzenbauerringe? Sagen sie euch zu oder nicht? Antworten wenn möglich bitte mit Vor- und Nachteilen.

Freue mich über viele Antworten
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Kevin

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zuma
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Re: Fliegenfischen in Bergseen.

Beitrag von zuma » Mo 23. Nov 2009, 07:59

Hallo

Auch im Bergsee fische ich nur die Trockenfliege. Als allgemein gültige Regel haben sich schwarze Muster in den meisten Siutationen bewährt. Gut ist, wenn Du verschiedene Grössen bei Dir hast. Ganz entscheidend sind für mich die Länge des Vorfaches und die Taktik. Im Bergsee drehen die Fische meist ihre Runden und somit ist es wichtig, die Fische zu beobachten und die Fliege schön in der zu erwartenden Bahn vorlegen.

Pitzenbauerringe ist unnötiges Kleinzeugs. Anstelle des Pitzenbauers mache ich einen Perfection-Loop und knote das Tippet dort an. Vorteile: Wesentlich unauffälliger, kein Fremdmaterial im Vorfach, immer verfügbar und erst noch gratis - eben Perfect! Nachteile: keine.
Gruss Kurt

(Bambus-&Trockenfliegenpurist)

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forellenfreak
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Re: Fliegenfischen in Bergseen.

Beitrag von forellenfreak » Mo 23. Nov 2009, 16:28

Bedanke mich für deine super Erklärung. Diese Technik ist genial. Jetzt weiss ich warum Pitzenbauerringe nicht gut sind.

So macht Fliegenfischen Freude.

Gruss Kevin
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alpfish
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Re: Fliegenfischen in Bergseen?

Beitrag von alpfish » Mo 23. Nov 2009, 18:48

Ich bevorzuge auch Trockenfliege wenn sich die Fische an die Oberfläche locken lassen.
Manchmal geht das aber kaum. Dann kann es sehr spannend sein bei klarem Wasser auf Sicht zu fischen. Eine leicht beschwerte Nymphe die durch ihre Sinkbewegung die Fische lockt ist oft sehr fängig. Oft lässt sich mit sanftem kurzzeitigem Einziehen ein Fisch auf die Fliege aufmerksam machen. Allgemein nicht allzuviel werfen, manchmal ist es besser mit der ausgestreckten Fliegenschnur auf der Lauer zu sein, ob ein Fisch in die Nähe kommt. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Je klarer und windstiller umso länger ist mein Vorfach. Die Fliegenwahl ist oft kein Problem, weil die Fische nicht immer selektiv Nahrung nehmen. Sind aber sehr viele kleine Mücken am Schlüpfen kann es schwierig werden. Über Tag bis zum Abend sind oft Käferimitationen sehr fängig. Gegen Abend bevorzuge ich eher grössere, leicht gefurchte Fliegen wie Schnacken oder Sedge. Wenn nicht's läuft, kann ein gut sichtbarer Streamer langsam eingezogen, Fische aus der Reserve locken. Ich bevorzuge Sichtkontakt.

Mit den Pitzenbauerringen hab ich noch nie gefischt. Meist habe ich nur eine Fliege dran, so simpel wie möglich, gibt auch weniger Ghüsch...
mit Gruss alpfish

Schweizer Angler

Re: Fliegenfischen in Bergseen?

Beitrag von Schweizer Angler » Di 24. Nov 2009, 05:57

ich fische/brauche folgendes;

vorfach; 015, vv-spitze bis einen meter, beim nymphenfischen bis 2m (dafür keine sinkschnur oder sinkspitze). pitzenbauerringl benutze ich hingegen seit jahren, und ich möchte sie nicht mehr missen. dass sie die fische stören (wieso schnappen forellen dann teils danach?) hätte ich noch nie bemerkt, weder am see noch bach und fluss, ich fange damit nicht weniger als vorher, aber auch nicht mehr. für mich sind sie einfach sehr praktisch zum vv-wechsel.

fliegen; am frühen morgen kleinste in grössen von 18-22 die zuckmücken nachahmen, körperfarbe schwarz, flügelfarbe weiss/hell. unter tag, aber jeh nach jahreszeit (von oktober an nur kleinste fliegen den ganzen tag lang), cdc-sedges oder midges in grösse 14-16, am abends dasselbe aber in grösse 12-14. bei nymphen rote nymphen, grösse 12, silber gerippt, tungstenkopf. bei leicht trübem wasser benutze ich auch streamer, wooly bugger in oliv oder braun, erster äffen libellenlarven nach (sofern es solche im see hat), letztere elritzen.
beim nymphen und "libellen"-fischen einzug der streamer und nymphen sehr langsam mit achterschlingen.

ruten; lange fliegenruten (bei der seefischere immer) ruten, aftma 5-6, zwischen 10 und 11,5 fuss. mit langen ruten kannst du an steilen/hügeligen uferböschungen viel besser werfen, weil die schnur über die hundernisse geworfen wird, und die wurfebene allgemein besser verlagert werden kann (z.b. hochwurf).

übers bergseefischen kenne ich ein einziges (englisches-)buch, welches ich aber nebst dem spannenden & unterhaltenden schreibstil, als das beste für den beschrieb und mit tips zur bergsee-fliegenfischerei beschreibe - hat mir schon manchen fische gebracht, den ich vorher wohl weniger gafangen hätte.
der autor beschreibt zwar usa-bergseen, aber in den rocky mountains sind diese fast dasselbe wie bei uns. wie bei fliegenfischern üblich, geht das buch weit über den alleinigen köder- und taktikbeschrieb hinaus, sondern beschreibt auch das habitat der fische im, und den bergsee selbst - das versteht man dann eher wieso was an einem bergsee so funktioniert und so nicht, was das "vernetzte denken & verständnis" fördert. in büchern übers spinn- oder wurmfischen fehlt das halt meist.

buch;

http://globalflyfisher.com/reviews/book ... taine.html



gerät;

http://www.yga.yorks.com/acatalog/PARTR ... _RODS.html

http://www.edelweiss-fishing.ch/168,0,d ... dex,0.html

http://www.yga.yorks.com/acatalog/DAIWA ... _RODS.html

fliegen;

http://www.petitjean.ch/eng/MPFlies/pro ... ent%20pupa

http://www.petitjean.ch/eng/MPFlies/pro ... odDef=MP12

http://www.petitjean.ch/eng/MPFlies/pro ... odDef=MP63

http://www.troutsflyfishing.com/blog/wp ... merger.jpg

http://business.virgin.net/fly.shop/Bugger526.jpg

http://www.flyworld.com.au/upload/produ ... 3-1371.jpg




gruss

sa

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Re: Fliegenfischen in Bergseen?

Beitrag von fly » Mi 25. Nov 2009, 15:32

Also die Pitzenbauerringe verwende ich selten bis nie, jedoch muss ich sagen wir müssen auch festlegen um welchen Bergsee es sich handelt, fischen wir auf dumme Regenbögeler, sind die Ringe gar nicht mal so schlecht, scheu sind die Refos eh nicht, eher zu Teil sehr wählerisch, daher ist öfters ein Köderwechsel nötig, wobei sich diese Ringe als praktisch erweisen, da man immer nur die Spitze wechseln kann!

Jedoch gibts Leute di die Bergseen sehr gut kennen und genau wissen welches Muster wann gefragt ist (zum beispiel Zuma :D )
und da machen die Ringe sicher keinen sinn!

Falls du jedoch mit beschwerten Nymphen und Streamer ans werk gehst, ist sicher der Ring nicht das dümmste.....
weil der klatscht sicher weniger aufs Wasser als der Köder

Gruss Stefu
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alpfish
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Re: Fliegenfischen in Bergseen?

Beitrag von alpfish » Mi 25. Nov 2009, 18:06

@ SA Danke für den Buchtipp! Habe kurzen Einblick genommen und mich teilweise wiedererkannt. Aber ich habe Saisonanfang den Eisbohrer mit :lol:

mal schauen was das Christkind bringt....
mit Gruss alpfish

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