Wurfgewicht?

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Armada
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Wurfgewicht?

Beitrag von Armada » Sa 24. Mär 2012, 16:55

Lest bitte das untere!!
Zuletzt geändert von Armada am Sa 24. Mär 2012, 17:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von BrownTrout » Sa 24. Mär 2012, 17:11

Meinst du 10-30gr??
Fischen ist das wohl schönste Hobby

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Armada » Sa 24. Mär 2012, 17:19

[quote="Armada"]Hallo liebe Fischerkollegen


Ist es egal ob ich einen Wobbler von 2g auf einer Rute von Wurfgewichten von 10g-30g angle?

Gruss Patrick

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Armada » Sa 24. Mär 2012, 17:20

und Ja ich meine 10g-30g.

Gruss Patrick

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von BrownTrout » Sa 24. Mär 2012, 17:21

Wurfgewichte stimmen vielmals nicht genau, falls die Rute eine weiche Spitze hat sollte es für ein Bächlein oder ein kleineren Fluss schon reichen!
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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Armada » Sa 24. Mär 2012, 20:26

Also meint ihr ich kann nicht etwa 30m. mit einem 2g-5g Wobbler werfen?
Und wenn nicht wie kann ich es erreichen.

Lg Patrick

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Flümi » Sa 24. Mär 2012, 21:54

der einzige Haken an der Geschichte ist vielleicht, dass wenn der Köder gewichtsmässig zur Rute unterdimensioniert ist, dass die Aktion der Rute mit diesem Köder nicht so stimmt ... dass einem die Rute vorkommt wie ein steifer Stock oder Besenstiel. ich fische auch mit 3g Ködern an einer Rute für 7-14g oder mit 9g Ködern an einer Rute für 20-60g. ich komme damit zurecht und muss auch sagen, dass die Rute von meinem zweiten Beispiel in der Praxis eher für weniger schwere Köder als angegeben ist. wenn man dann auch noch 20g Wobbler mit riesiger Tauchschaufel dranhängt, ist die Rute sogar zu fein. aber das ist eine andere Geschichte.

ob du so einen leichten Köder 30m werfen kannst, hängt grösstenteils von deiner Wurftechnik, von deiner Schnur und den aerodynamischen Eigenschaften deines Köders ab. ein 5g Blinker oder Pilker wird weiter fliegen als ein 5g Wobbler. mit einem 0,06mm Geflecht oder 0,14mm Mono wirst du weiter werfen können als mit einem 0,22mm dicken Monofil. ich hab schon genug Leute in meinem Leben gesehen, die mit 25er Mono auf kleine Egli oder mit 30er Mono und leichtem Zäpfchen auf 25cm Besatzforellen im Bergsee gefischt haben und glaub mir, Spass beim Fischen sieht anders aus :D

und noch was Generelles: versuch von Anfang an alle Infos und dein ganzes Vorhaben niederzuschreiben. so kann man dir besser helfen, als wenn man in 4 Posts zuerst alle einzelnen Sachen zusammenkratzen muss, eventuell sogar durch Nachfragen erst davon mitbekommt. das Detail mit der Wurfweite kam ja erst im letzten Post und am Anfang dachte man, dass es um das Zusammenspiel zwischen Rute und Köder ging, auf kurze Distanz wie z.B. im Bach ;)
Gruss, Stefan
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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Armada » Sa 24. Mär 2012, 22:29

Danke für deine Antwort Stefan

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Izaak Walton » So 25. Mär 2012, 10:19

Flümi hat es gut beschrieben
was das führen des köders angeht, da ist man mit (verhältnis ködergewicht/wurfgewicht) mit stärkeren ruten oft besser unterwegs, erst recht wenn der köder viel druck aufbaut (spinnerblatt, tauchschaufel)

weit werfen ist ja oft gar nicht das wichtigste in den meisten situationen ...
im weitwurfbeispiel wäre es aber gut wenn das wurfgewicht die rute aufladen kann damit die auch "spickt" ...

wenn es darum geht leichtes zeug weit zu werfen dann gibt es noch die möglichkeit eines reinen (zusatz) wurfgewichts zum vorschalten am mehr oder weniger langen vorfach ...
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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Arts » So 25. Mär 2012, 10:55

Zu diesem Thema frag ich mich "Werden wir eigentlich nur verarscht?"

Wenn das WG nicht genau stimmt, wozu wird es angegeben? Klar kann ich mit einer 10-30g Rute auch einen 3g Köder werfen, nur der fliegt dann nicht wirklich weit ;) Aktion hin oder her! Wie Isaak sagt, die Rute lässt sich nicht "Laden"

Das ich mit Spitzenaktion weiter werfe ist klar aber wozu gibt es dann Ruten in allen erdenklichen WG gramm Abstuffungen wenn dies doch eh nichts aussagt? :roll:

Die Chance mit einem 2-5g Köder und einer 10-30g Rute auf Weite zu kommen ist doch utpsich auch wenn diese mittel bis Spitzenaktion aufweist.... :mrgreen:

Wenn ich so leichte Köder werfen will, dann ist wohl mein Zielfisch auch entsprechend... Wozu soll ich dann einen 10-30g Knüpel verwenden ;) Klar möglich ist es, aber die Eierlegnde Wollmilchsau gibts auch bei Ruten nicht...

Tom

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von gonefishing » So 25. Mär 2012, 12:05

Meiner Erfahrung nach gibt die Wurfgewicht-Angabe schon einen guten Richtwert welche Köder sich mit der Rute gut werfen lassen. Denn bei dem richtigen Wurfgewicht und mit der richtigen Wurftechnik lädt sich die Rute auf und gibt diese Energie weiter. Von blosem Auge sieht man kaum was dort vor sich geht, aber drückt man mal im richtigen Augenblick auf den Auslöser sieht man was die Rute macht.
Bild
Sieht man das kann man sich vorstellen dass es gar nicht gut ist das Wurfgewicht zu überschreiten, und dass sich bei zu leichten Ködern die Rute nicht auflädt.
Leider sind die Angaben nicht immer sehr genau, so dass man nicht umhin kommt die Rute zu testen.

Aber diese Angabe bezieht sich nur auf das Werfen von Ködern und es gibt noch andere Faktoren. Wie schon geschrieben wurde macht es einen Unterschied ob ich einen schlanken Löffel oder Stickbait einhole, oder einen Spinner oder einen Wobbler mit Tauchschaufel, letztere bauen viel mehr Druck auf, vor allem wenn man sie bei Strömung fischt.
Auch stellt sich die Frage auf welche Fischart ich fische. Fische ich mit 7gr-Wobbler im See auf Egli, im Bach auf Bafos oder gar auf Seeforellen. Hier wäre die Angabe der Schnurklasse, wie im englischsprachigen Raum, hilfreicher.
Denn ich fische vielleicht den gleichen Wobbler auf Egli und auf Sefos, aber nicht die gleiche Schnur. Die Rute muss hier vor allem zu Schnur und Zielfisch passen, und weniger zum Köder.
Das ist wesentlich wichtiger als den letzten Meter Wurfweite raus zu holen, denn ich will nicht beim Anschlag den Köder aus dem weichen Eglimaul reissen und auch nicht beim Sefofischen beim Anschlag einen Schnurbruch riskieren.

Das gesamte Zusammenspiel der Combo muss also vor allem im Hinblick auf den Zielfisch passen und nicht auf den Köder.
Gruss, Mattu

Anstatt zu jammern dass wir nicht all das haben was wir wollen sollten wir dankbar sein dass wir nicht all das bekommen was wir verdient hätten. (Dieter Hildebrand)

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Arts » So 25. Mär 2012, 12:20

Tja,

Und das macht es eben nicht einfach,
Zum WG klar gibt es da Tolleranzen. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht das eben je nach Rute, man sehr schnell an die Limite kommt..

Vorallem gegen oben... nach unten ist es weniger problematisch ;) Aber...

Mit einer 10-30g Rute lässt sich definitiv kein 2-5gr Köder optimal werfe, Aktion egal...Klar auch diese Kombo kann Fische fangen :v:

Tom

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Izaak Walton » So 25. Mär 2012, 13:01

man könnte auch sagen dass sich 2-5g generell nicht sooo weit werfen lassen ...
egal womit

und wie schon gesagt wurde, 5g holz oder 5g blei fliegen auch unterschiedlich
das holzstück hat bei 5g viiiel mehr luftwiederstand ...

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Arts » So 25. Mär 2012, 19:46

Das ist klar.

Aber die Spannung kannst du bei einer entsprechenden Rute mit 5g Holz genau so aufbauen wie mit 5g Blei, 5g bleibt 5g ;)
Während des Fluges des Köders ist es dann reine Aerodynamik. Und da ist die Rute und Rolle egal.

Tom

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Re: Wurfgewicht?

Beitrag von Izaak Walton » So 25. Mär 2012, 21:32

solange der köder an der schnur bleiben soll :wink: sind die rute und rolle aber auch weiter nicht unbeteiligt ...
da kommen mir bilder von meinen weitesten würfen auf :lol: :lol: :lol: (abgerissen fliegt endlos weit)

also bei stationärrollen:
- die oberfläche und dicke der schnur spielt eine nicht unerhebliche rolle, bildet sie neben (und auch mit beteiligt) der aerodynamik den grössten widerstand der auf den fliegenden köder einwirkt (also zurückhalten) die oberfläche hat auf die reibung in den ringen und das abrollen von der spule einen einfluss ...
- die grösse des umfangs der spulenkante, je grösser um so "ringer" löst sich die schnur von der rolle
- die schnurfüllung der rolle, wie hoch die kante ist wo die schnur drüber muss ... volle spule wirft weiter

das ganze sollte auch noch mit der rute harmonieren
es macht keinen sinn eine 6000er rolle zu nehmen wenn der leitring (der erste grosse) nur 20mm durchmesser hat ...
die beringung der rute spielt auch eine rolle, mehr ringe ergeben auch mehr reibung

natürlich sind das zum teil details aber alles zusammen doch als erheblich zu bewerten
man schaue sich mal im castingsport um, da werden solche details bis zur grenze getrieben ...
nur mal so theoretisch ...

lange leichte matchruten sind eigentlich dafür optimiert sehr leichte gewichte im einstelligen grammbereich möglichst weit zu werfen ...
aber ich schätze damit möchte wohl niemand einen wobbler durchs wasser kurbeln ...

@Armada
mit einem 15g sbirolino an deiner 10-30g rute kannst du alles mögliche leichte kleine zeug weit werfen
das vorfach muss aber eine gewisse länge haben, nicht zuletzt damit der köder unbeschwert spielen kann
drillinge an wobblern sind aber mühsam wegen verwicklungen ...
am besten wäre z.b. gummifisch mit verstecktem (texas rig) haken
ein laufblei kann man auch nehmen.

bei fehlender weite ist mehr (zusatz-)gewicht meist die einfachste und wirksamste lösung ..

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