Bergsee-Ruten

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gjusi

Bergsee-Ruten

Beitrag von gjusi » Mo 27. Feb 2012, 17:49

Hallo zusammen

Im letzten Jahr habe ich die Bergseefischerei für mich entdeckt und möchte in diesem Jahr öfters in die Berge zum Fischen fahren. Da ich hier im Forum wenig über Ruten gefunden habe und ich von verschiedenen Fachhändlern unterschiedlich beraten wurde, stellt sich mir die Frage was ich für Ruten brauche. Fischen werde ich entweder auf Grund mit totem KöFi oder mit der Buldo, die Ruten sollten also für beides tauglich sein. Normalerweise fische ich am liebsten mit Steckruten, allerdings währen Teleskopruten für in die Berge vielleicht von Vorteil, wenn das Fischen noch mit einer Wanderung verbunden ist.
Da ich mir zwei Ruten kaufen werden, sollten sie nicht zu teuer sein, also eher im tieferen Bereich :lol: Rollen habe ich, was für eine Mono könnt ihr mir empfehlen? Habe da so zwischen 0.23 und 0.25 gedacht...

Es ist leider noch nicht Saison, aber bis dann will ich ausgerüstet sein 8)

Liebe Grüsse Gjusi

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dipandri
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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von dipandri » Mo 27. Feb 2012, 20:34

Also ich habe zwei Teleskopruten für die Bergseen, eine von Sert und eine von Mitchell. Beide waren preisgünstig und erfüllen ihren zweck voll und ganz. Wg ist bei beidnen 15-60 Gramm und sind 285 und 300 lang . Aber die Rute von Mitchell ist ein bisschen weich (schluffig), wenn es fest windet an den Bergseen bewegt sich der Spitz hin und her. Aber beide Ruten gibt es nicht mehr zukaufen, da sie nicht von dieser Saison sind. Ich speziell brauche ein Mono von 0,25. Und als Vorfach ein 0,23 oder ein 0,22.

Habe mich auch diese Woche mal umgeschaut wo ich aufrüsten sollte. Habe erst leztes Jahr mit Spirolino angefangen zufischen vorher noch mit Olivenblei. :mrgreen: Bis mich mal jemand drauf angesprochen hat und mir gesagt habe das die meisten gewechsetl haben. War mir schon ein bisschen peindlich. :roll: Aber habe ja vorher eine lange Pause gemacht vom Fischen und erst letztes Jahr wieder angefangen.

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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von appenzellerforelle » Mo 27. Feb 2012, 20:51

ich habe 3 verschiedene ruten sind alle von shimano kosten auch nicht allzuviel und sind super! Die zum spinnfischen ist 220cm lang. grundfischen 320cm und die zum zapfen fischen 280. 2 davon sind teleskop eine ist eine steckrute! ich würde dir empfehlen mit teleskop zu fischen ist halt besser zum transportieren in den bergen! Silch hab ich bei allen Stroft GTM 0,22. In meinen augen einer von den besten monofilen schnüre.
Gruss Andreas


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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von Flümi » Di 28. Feb 2012, 00:13

zum Buldofischen benutze ich meine ca. 15 Jahre alte IM6 Tele Zander irgendwas von Balzer. die ist 3.10 lang und hat ein WG von 25-50g. im Gegensatz zu all meinen anderen alten Teleruten ist diese absolut nicht schwabbelig und macht mir nachwievor Freude bei jedem Wurf. hat damals im Laden um die Ecke um 200.- gekostet oder so.

es kommt halt drauf an, was für Buldos man benutzen möchte. ich hab ganz kleine, die ich wunderbar mit ner alten Tele-Forellenrute mit 5-25g und 16er Mono fischen kann. die mittelgrossen Buldos gehen wunderbar mit der oben erwähnten Rute und 22er oder 25er Mono. grosse Buldos verwende ich nie. wie schwer diese mit 2/3 Wasser gefüllt sind, wüsste ich auch nicht. kann sonst mal paar auf die Küchenwaage tun. ich bin nämlich so faul, dass ich das Wasser immer drin lasse :P ... oder ich kann bei Bedarf diese fotografieren, um die Grösse zu zeigen.

mit Buldo fische ich meistens 1-1,5m tief, selten auch 2m. für tiefer wäre die 3.10er Rute zu kurz. Laufzapfen und Stopper verwende ich nicht. solange die Rute schön straff ist, nicht schwabbelt und wenn man tiefer ohne Laufzapfen fischen will, müsste man schon eher ne Rute um 3.60-4.20 haben. typische Sbirolino-Ruten sind ja auch eher lang ... 4-4,5m?

dipandri hat geschrieben:Habe erst leztes Jahr mit Spirolino angefangen zufischen vorher noch mit Olivenblei. :mrgreen: Bis mich mal jemand drauf angesprochen hat und mir gesagt habe das die meisten gewechsetl haben. War mir schon ein bisschen peindlich. :roll:
was sollte einem beim Fischen peinlich sein? beim Fischen zählt die Erholung oder das Abenteuer ... der Erfolg oder das Feeling ... aber doch sicher nicht, ob man etwas für in oder out hält? mir ists auch nicht peinlich, wenn ich Egli mit Mistwürmchen oder Wobblern befische statt mit Creature Baits am Carolina Rig oder irgendwelche Softbaits am Drop Shot. ich benutze die Methoden, mit denen ich mich wohl fühle, mit denen ich umzugehen weiss, die mir das bieten, was ich suche, egal was die anderen davon halten. wo sind wir denn, dass wir uns von anderen vorschreiben lassen, wie man zu fischen hat? das ist alles Propaganda von der Industrie und ihrem Marketing. ist auch so ne Sache wie die geplante Obsoleszenz (kaufen für die Müllhalde. 75min Doku). wenn wir alle diesem folgen würden wie die Frauen der Modebranche, dann hätten nicht nur die Frauen 300 Kleider und 100 paar Schuhe im begehbaren Schrank, sondern wir hätten alle 50 Combos in unserem, auch begehbaren Schrank und bräuchten beim Fischen einen Caddy wie die Golfer, der uns unsere 20 grossen Boxen und 7 montierten Combos nachträgt :lol:
Gruss, Stefan
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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von appenzellerforelle » Di 28. Feb 2012, 02:32

[quote="Flümi"]
mit Buldo fische ich meistens 1-1,5m tief, selten auch 2m. für tiefer wäre die 3.10er Rute zu kurz. Laufzapfen und Stopper verwende ich nicht. solange die Rute schön straff ist, nicht schwabbelt und wenn man tiefer ohne Laufzapfen fischen will, müsste man schon eher ne Rute um 3.60-4.20 haben. typische Sbirolino-Ruten sind ja auch eher lang ... 4-4,5m?


sry hab m,ich verschrieben meine grundrute ist auch 4.20m
Gruss Andreas


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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von dipandri » Di 28. Feb 2012, 18:28

@ Flümli
ja sicher fische ich auch nur mit dem was mir entspricht und ich für empelenswert halte. Habe mich nicht so klar ausgedrückt bei diesem Satz. Wollte damit sagen dass es mir persöndlich "peindlich" war dass ich es gar nicht gekannt habe diese Methode (Montage). :mrgreen:

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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von Phuehue » Do 8. Mär 2012, 18:29

Würde mich der Frage von Gjusi anschliessen.

Möchte auch für die Bergsee-Fischerei zwecks besserer Logistik was für Buldo / Wasserkugel. Ich hatte da erst immer mal ein klassisches Reise-Steck-Rütli im Hinterkopf. Zum Beispiel sowas wie die Shimano Beastmaster BX STC.

Für Buldo / Wasserkugel wäre wohl sowas im Bereich von 3.00m / 3.30m mit 20 - 50g Wurfgewicht ok?

Oder doch eher Teleskop? Bin dankbar für diverse konkrete Vorschläge :up:

gjusi

Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von gjusi » Do 8. Mär 2012, 18:52

Hallo zusammen!

Herzlichen Dank für eure Antworten! Ich werde mich in dem Falle nach Ruten bis zu 60/ 80 g Wurfgewicht umschauen. Da ich lieber mit etwas längeren Ruten fische, sollten sie zwischen 360 und 400 cm sein. Denke, dass es auch von Vorteil ist wenn man weit werfen muss, längere Rute = längerer Hebel = grössere Wurfweite. Die Rollen werde ich wahrscheinlich mit einem 0.25 Monofil bespulen.
Da ich wie gesagt manchmal noch gerne etwas "wandere", z.B. nach dem Fischen am Öschinensee noch runter ins Tal, schaue ich natürlich auf Teleskop...

Ja dann wäre meine Frage beantwortet, die Bergsee-Saison kann kommen... Aber zuerst plange ich auf nächsten Freitag wenn es mit den Forellen in der Aare wieder losgeht. War mir heute Spinner kaufen: Vom Comet, Aglia, Stucki Brauen und Vibrax habe ich jetzt so ziemlich das ganze Sortiment :mrgreen:

Gruess

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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von Izaak Walton » Fr 9. Mär 2012, 13:31

gjusi hat geschrieben:Hallo zusammen!

Ich werde mich in dem Falle nach Ruten bis zu 60/ 80 g Wurfgewicht umschauen.
ich wusste gar nicht dass es in den bergseen auch Karpfen hat

:)

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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von davidoff » Fr 9. Mär 2012, 18:53

Ich fische im Bergsee zum Buldo knallen mit einer 4.20 er Browning mit Wurfgewicht von 7-15 gr. 0.20 Hauptschnur, 0.18 Vorfach. Dazu brauche ich die kleinsten oder mittlere Buldos (mehrheitlich die kleinsten). Habe immer genug weit in den See raus pfeffern können.
Ok, wenn du die grössten Buldos, oder Wäggizapfen nimmst, brauchts halt schon was gröberes Geschütz ;-))
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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von Flümi » Sa 10. Mär 2012, 15:13

sind 4m lange Ruten mit einem Wurfgewicht bis 80g nicht bissl schwer und kopflastig?

und wenn man kleinere und mittlere Buldos verwendet, reicht eine Rute mit 20-50g und man hat noch ansatzweise etwas vom Drill. ich kann mir nie im Leben vorstellen, riesige Buldos am Bergsee zu verwenden, die "Karpfenruten" mit 2¼ oder 2½lbs Testkurve erfordern. wenn man grosse Buldos verwendet und 25er Regenböglerchen drillt ... da würde man doch nicht mal mehr merken, wenn die Forelle nach dem halben Weg abkommt? und besteht bei grossem Buldo vielleicht auch die grössere Gefahr, dass sich die Forelle durch das hohe Gewicht der Montage irgendwie aushebeln kann? oder dass sie wegen dem starken Widerstand viel früher wild umherspringt?

der Vorteil einer Rute um 3,10 - 3,30m mit WG von 20-50g wäre auch, dass man damit noch als sekundäre Rute auf die Grösseren Spinnfischen kann. eine "Karpfenrute" wäre zumindest für mich an die passive Fischerei gebunden und wenn ich den ganzen Tag nur aktiv gefischt hab, dann habe ich die Ausrüstung für die passive Fischerei umsonst mitgeschleppt.
Gruss, Stefan
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Re: Bergsee-Ruten

Beitrag von Izaak Walton » So 11. Mär 2012, 11:23

hallo angehende bergesee fischer,

also ich würde nach dem moto "so fein wie möglich" gehen ...
(siehe auch oben den beitrag von davidoff, dem möchte ich mich anschliessen)
wenn man nicht nur exklusiv auf gerade frisch eingesetzte (puff/zucht/noch naive) "Rägebögeler" fischt
dann würde ich sagen dass man sich auch mal gedanken machen sollte über das "verscheuchen" (!)
die evtl. anderen fischer werden dankbar sein!

wenn man "halbvolle PET-flaschen" in den see donnert dann muss man u.u. die nächsten 15-30min nicht mit bissen rechnen ...
als obere sinnvolle grenze finde ich eigenschwere zapfen bis ~15g max.
zapfen fliegen auch viel besser als "eiernde" wasserkugeln ...
(und je nach form "platschen" die auch nicht so brutal)
mit einer ~3,90m zapfenrute kann man wurfweiten von +- 70m erreichen ...
da sich die rute (günstigerweise) dabei ein wenig aufladen sollte braucht die nicht mehr als -30g zu haben
... maximal -50g sonst kann man auch gleich eine zeltstange nehmen ...
vom besseren abfedern im drill wurde ja bereits gesprochen
rein von den forellen her reicht eigentlich eine 0,18er schnur
stärkere braucht es natürlich wenn man "bomben" wirft
und zwar hauptsächlich nur weil die sonst beim wurf abreissen ..

gute teleskopische "echte" zapfenruten gibt es etwa von Browning (Force) und Shimano (Catana, Vengeance)
aber die sind zusammengelegt kaum kürzer als dreiteilige steckruten ...
(ich persönlich fische nur steckruten und dünne geflochtene)

wenn es mehr auf den transport der rute (und das wandern) als auf das fischen ankommt
naja, dann halt ...kann man natürlich nehmen was man will
aber dann reicht auch so etwas wie eine "Zebco Practica", etwa die 40er in 3,60
die ist zusammengelegt ~65cm und kostet ~20 fränkli

PS: ausser den punkten die Flümi erwähnt hat kann es auch passieren dass wenn die "boje" zu viel widerstand hat einem die fische einfach unbemerkt die bienenmadli gemütlich vom haken lutschen ...

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