Oeschinensee 2015

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
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spiderviper
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Oeschinensee 2015

Beitrag von spiderviper » Di 26. Mai 2015, 10:50

Ich versuch jetzt mal so eine Bericht zu schreiben und hoffe er gefällt jemandem resp. verstösst nicht gegen eine Regel.

Mein Kumpel (Paschi) und ich waren am Pfingstmontag (25.5.15) das erste mal am Oeschi. Er ist absoluter Anfänger und ich eigentlich auch. Hab meine Erfahrungen praktisch ausschliesslich an der Emme gesammelt und auch das vor 15-20 Jahren, am Bergsee war ich noch nie.

Wir also los morgens um 3 (ok, es war 20 nach, ist halt wirklich früh).
Nach Pinkelpause und Ausschau nach Bienenmaden (hatte nur noch wenige dabei) waren wir um ca. 04:30 an der Talstation des Gondel.
Packen und los, scheint ja ein schöner Morgen zu werden, die Vorfreude ist riesig.
Doch schon nach kurzer Wanderung (wirklich kurz) merken wir, wir haben zu viel Material dabei aber ok, muss halt alles mit und wir wollten ja die Ersten sein. Die Jacke jedenfalls muss weg, hier ist nicht wie vermutet noch Winter, 8°C können doch recht warm sein wenn man so viel Kram mitschleppen muss. Nach diversen Unmutsbekundungen beiderseits, Motivationsversuchen und literweise vergossenem Schweiss glaubten wir dann endlich den See zu sehen. Es war eine Fata Morgana. Nun gut, nach der nächsten Kuppe hatten wir's dann trotzdem geschafft. 1 Boot war an ablegen und 2 Fischer waren am auswerfen, also nur fast die Ersten. Naja egal endlich da (hätt ich nach der Hälfte nicht mehr geglaubt *dammi* war das steil).
Also ab ans linke Ufer Plätzchen gesucht und los geht's. Ich hatte so Wasserkugeln gekauft, natürlich die grössten (wollte ja weit werfen) merkte aber schon bei den ersten Versuchen, dass das meine Catana dx 270 auch mit viel Gefühl nicht mitmacht. Vielleicht waren auch das 15g Birnenblei zu schwer, 5g hättens wohl auch getan aber ich kenn halt den Tim Taylor noch...
Nun gut, ich hab 2 Ruten (1x Catana, 1x Billigrute vom Junior) mit den Kugeln soweits halt geht rausgeworfen, Paschi ist am Spinnern (hat ne 100%ige Spinnrute). Nach 0 Bissen in ca. 30 Minuten entscheidet er sich auch noch für einen Zapfen an der Billigrute vom Junior, ich hab ja noch paar Bienenmaden und sonst hab ich noch Engerlinge aus dem Garten, die scheinen aber bereits nach 1 Nacht recht "saftlos" zu sein, Bienenmaden halten sich offensichtlich schon besser.
Nach weiteren 30 Minuten Bewegung beim Zapfen des Kumpels. Er hat noch nie einen Fisch gefangen, schlägt natürlich zu früh an, weg. Nun gut, wenigstens hat's Fische.
Wieder ca. 30 Minuten später will ich die Made an der Billigrute kontrollieren und bin am einkurbeln, 3 Meter vorm Ufer plötzlich wieder Bewegung bei Kumples Zapfen. Ich leg meine Rute hin und eile ihm zu Hilfe. Diesmal kann ich ihn vom Anschlag abhalten und es funktioniert! Nach erstaunlich wenig Gegenwehr landen wir eine schöne, fette 36er ReFo. Ich zeig ihm noch praktisch (im SaNa ists halt nur Theorie) wie man betäubt und wie der Kiemenschnitt geht. Ausnehmen darf er sie dann selber (dank Youtube weiss er wie). Das ganze dauert sicher 10 Minuten. Ich kehre zu meiner fast eingekurbelten Billigrute zurück und will mein Vorhaben beenden, doch was macht die Wasserkugel da für komische Bewegungen? ich kurble ein und da hängt was dran! Ein unglaubliches ca. 20er Aalet! Was soll ich denn mit dem? :shock: Muss/darf/soll ich das Ding behalten??? Hat der ein Mindestmass? Warum gibt's die hier überhaupt? Hääää? Fragen über Fragen. Ich denke die Gesetze richtig im Kopf zu haben (hab sie ja gut studiert) und entscheide mich trotz fehlendem Mindestmass das Tierchen gehen zu lassen da ich nicht auf Aalet gefischt habe und das Ding doch sehr klein ist (aber eher gross als Köder?). Beim Hakenlösen wird aber schnell klar, dass das nichts wird, der sitzt zu tief und so entscheide ich mich halt doch fürs mitnehmen (sind ja abgesehen von den vielen kleinen Gräten recht lecker). Hier gleich die Frage, sehe ich das richtig? Wenn kein Mindestmass darf ich den mitnehmen? Aber releasen wäre auch nicht illegal gewesen? Ich bin echt unsicher. Nun gut. In der Kühltasche sieht mein Aalet recht besch...eiden aus neben der wohlgenährten Prachtsforelle. Der Spott ist mir sicher, v.a. von den Juniors und der geliebten (nicht so Fisch-liebenden) Ehefrau. Nun gut, wir fischen weiter, keine Aktivitäten mehr und da wir aus Familientechnischen Gründen bereits um 12 zu Hause sein mussten, packen wir halt um 10 zusammen.
Zusammenfassen:
Es war ein sehr strenger Aufstieg für mich als Bürolisten (wohl zu streng) und die Ausbeute war sehr mickrig. Ich brauch ne andere Rute und andere Buldos und Spirolino brauch ich auch und etwas kleinere Bleie und und und Der Bernhard wird sich freuen. Paschi hat seinen 1. Fang gemacht, das erfüllt sogar mich mit stolz (er hats ja von mir gelernt und meine Bienenmade war's auch) und der See und die Landschaft ist einfach wunderschön! Ich schau schon im Kalender wann's das nächste Mal (mit der Gondel) rauf geht.
Es grüsst der Role
P.S. Mein kleinerer Junior (4) hat den Aalet vom Grill mit Genuss verspeist und er war wirklich lecker (wenn auch etwas, naja, eher nouvelle cuisine-mässig :lol: )

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Rolf » Di 26. Mai 2015, 12:01

Hallo Role,

vielen Dank für den schönen Bericht und ein grosses Petri - von Fischer für Fischer!
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Köfi24 » Di 26. Mai 2015, 12:11

Danke fürs berichten!
Für was benützt du das Blei oder die Bleie?
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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Flümi » Di 26. Mai 2015, 12:32

Wollte auch grad fragen ;)
Unter dem Buldo habe ich meistens um 1.5-2g dran und der Rest des Wurfgewichts kommt in Form von Wasser in die Kugel. Einfach so viel, dass er sichtbar bleibt, nicht zuviel Widerstand beim Runterziehen bietet und nicht versäuft.

Alet haben kein Mindestmass und keine Schonzeit im Kanton BE. Das heisst, dass du beliebig viele und beliebig kleine fangen darfst. Die gehen dort auch mal bei Fliegenfischern an den Haken. Egli hat es dort auch, aber wie Alet auch nur wenige. Müssen min. 15cm sein und es gilt die allgemein im Kanton gültige Maximalmenge, die dort oben aber utopisch ist. Selten habe ich 1-2 Egli zu den Forellen/Saibeln/Kanadiern. Das Höchste der Gefühle waren mal 7 Egli an einem Tag.

Habt aber lange gebraucht zu Fuss rauf. Verlaufen habt ihr euch nicht? Oder nicht den üblichen, direkten Weg erwischt? Boote sind normalerweise erst ab halb 8 verfügbar? Aber Respekt für jeden, der rauf- oder runterläuft. Rauf ging ich selber noch nie, runter nur 1x und dann nie wieder. Nur noch im äussersten Notfall
Gruss, Stefan
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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von spiderviper » Di 26. Mai 2015, 12:50

Hui ihr seid aber schnell....
Das Blei hatte ich dran um die Made auf Grund zu bringen, hab ich da was falsch verstanden? Ich hatte so eine Wasserkugel wo die Schnur durchläuft, tja Anfänger halt.
Für den Aufstieg hatten wir uns gedacht wir nehmen die Strasse. Geht zwar laut Google 8 min länger, aber dann verlaufen wir uns wenigstens nicht weil wir ja beide noch nie da waren. Nach dem Kraftwerk(?) ist diese aber gesperrt und wir mussten trotzdem in den Wald, kamen aber später dann wieder auf die Strasse. Ich denke es war kein Umweg. Wir habens nicht so genau gestoppt, hatten aber ne gute Stunde. Das Problem war v.a. dass wir nicht intelligent gepackt hatten Rucksack + Fischertasche + Kühltaschen + Ruten + Netz + Jacken also beide Hände voll und alles rutscht immer runter. Naja, das nächste mal wüssten wir's (falls es ein nächstes Mal "raufwandern" gibt).
Ich sehe, ich muss mir die Techniken fürs Bergseefischen noch mal zu Gemüte führen (aber falls die Meine nichts einzuwenden hat wäre ne etwas grössere Rute auch noch auf dem Plan :) ).
Aber nur an der Technik kanns nicht gelegen haben, so wie ich das sah, haben die nebendran auch nicht grad viel gefangen.
Auf ein neues, evtl. nächsten Samstag.
Gruss Role

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Köfi24 » Di 26. Mai 2015, 15:28

Nur als Tipp. Ich benütze das Buldo (Wasserkugel) um auf Oberflächen Fische wie Regenbogenforellen zu fischen.
Ganz einfach.
Bild

Vorfach: Durchmesser 0.20mm Fluor Carbon mit Einzelhaken Gr.8 . Ca. 0,50 - 1,00m lang oder Fertig montierte Haken.
Am Buldo auf beiden Seiten einen Karabiner Wirbel anmachen damit du die Hauptschnur und das Vorfach besser anknoten kannst und der Knoten auch hält.
Buldo bis zur Hälfte der Kugel mit Wasser Füllen.
Bienenmade dran und raus damit.

Die Made ist so Natürlicher und geht auch unter, so bemerken die Fische beim beissen keinen Wiederstand und da Regenbogenforellen kein Schonmass haben ist es egal wenn sie es verschlucken.
Wenn du das Buldo bewegen siehst oder der Fisch die Kugel Unterwasser Zupfen haben die Fische meist den Köder geschluckt und du kannst einfach einziehen ohne grossen Anschlag zu machen da du eher Riskierst das das Vorfach reisst.

Rute ist am besten zum Bergseefischen eine Teleskop Rute min. 3m für weite Würfe und ca. 10 - 40g.
Kannst auch eine zweiteilige Rute nehmen, aber zum Transportieren ist es schon besser mit einer Bergsee Tele- Rute finde ich persönlich.
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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von spiderviper » Di 26. Mai 2015, 15:37

Ach so, ja das sieht auch gut aus. Ich wollte drum eher am Grund die Kanadier holen und damit ich mit dem Grundblei beim einziehen nicht an den Steinen hängenbleibe hab ich diese Kugel mit durchlaufender Hauptschnur montiert. Hab ich irgendwo gesehen (Glaub vom Flümi?) Ich wird wieder gehen und auch das probieren. Und mit einem Tag abstand kann ich mir auch das raufwandern schon fast wieder vorstellen... :)

Chris86

Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Chris86 » Di 26. Mai 2015, 18:30

Mir gibt das direkte Grundangeln zuviele Hänger. Ich mach das jeweils so: Vorgebleiter Zapfen OHNE Stopper, Klemmblei an Schnur und an den Haken eine Elritze. So sinkt das ganze langsam zu Boden. So fange ich meine Kanadier. Die Bisse siehst du übrigens auch ohne Stopper am Zapfen! Da der Köder senkrecht nach unten geht gibts viel weniger Hänger (sind aber trotzdem nicht ausgeschlossen!)

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von spiderviper » Mi 27. Mai 2015, 11:05

Man sollte mit dem Patent eine Warnung versenden:

VORSICHT! Fischen wird sie süchtig machen. Sie werden ihre anderen Hobbys vernachlässigen und Stress mit der Ehefrau bekommen.

Ich will da wieder rauf! :wink:

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Carlo
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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Carlo » Mi 27. Mai 2015, 11:42

Danke für den tollen Bericht! :wink:

spiderviper hat geschrieben:Man sollte mit dem Patent eine Warnung versenden:

VORSICHT! Fischen wird sie süchtig machen. Sie werden ihre anderen Hobbys vernachlässigen und Stress mit der Ehefrau bekommen.
Herrliche Aussage, ging mir ebenfalls einmal so! :lol:
Was ist der Unterschied zwischen Fischen und einer neuen Liebe? Der Fisch fragt nicht, wie viele andere Fische man zuvor schon gefangen hat.

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von spiderviper » Do 25. Jun 2015, 08:39

Wir haben‘s wieder getan!
Letzten Sonntag (21.6.15) sind Paschi und ich wieder an den Oeschi gewandert. Diesmal mit deutlich besser verstautem Gepäck (aber immer noch zu viel!). Der Aufstieg war aus unserer Sicht trotzdem kürzer und schon viiel weniger schlimm.
Wir waren exakt um 06:00 am Wasser. Bienenmade rein und mit der 2. Rute spinnern. Es tröpfelte ein wenig, und manchmal hats auch richtig geseicht. Als der Hügel hinter uns von oben her langsam weiss wurde, der Wind immer kälter und der Regen eher stärker als schwächer, kamen dann doch erste Zweifel… nun gut, ein 35er Kanadier auf meinen neu montierten Mozzi Locklöffel mit Styroporkugel und Bienenmade 20cm dahinter hat die Gemüter etwas beruhigt, wenigstens kurz.
Als dann Paschi seinen 25.- Spezial Spinner verlor und im Vollschiff mit zitternden Händen bei gefühlten 0°C einen neuen anknüpfte wars wieder hart. Ich entschloss mich dann mal ein Feuer zu machen, schon der Geruch des Rauches lässt die Temperatur etwas angenehmer erscheinen (am Anfang wars auch nicht mehr als Rauch da auch alles Holz nass war).
Nun wars etwa 8 oder 9 (irgendwie vergisst man die Zeit etwas beim Fischen) und das Feuer wollte immer noch nicht recht. Paschi opferte dann heldenhaft sein Reglement um dem ganzen wieder etwas mehr Power zu verleihen (mein Ausdruck der Drachkovic-Methode war schon draufgegangen) und langsam wurde wenigstens das Feuer was. Fischtechnisch hatten wir wenige Bisse, verwerten konnten wir nichts mehr. Ich hab dann also mal das mit den Köderfischen versucht, hatte so Tirolersysteme geposchtet und wollte die testen. Also kleinen Haken montiert und etwas von meinen Sandwich dran und auf Butz-Jagd. Und als ich so zuschaue wie sie mein Brot fressen aber nicht wirklich hängen bleiben schwimmt ein schöner Regenbögeler vorbei. Ich so leise wie möglich „Paschi! Chum dahäre mit em Löffu!“ Paschi kommt und gibt alles, zu einem Anbiss kann er sie verleiten, aber hängen bleibt sie nicht. Nun gut, wir haben ja noch viel Zeit…
So um 11 kommen dann meine Jungs und meine Frau (Merci Schatz) und es wird alles etwas hektischer aber es ist trotzdem schön mit der Familie zu fischen. Wir müssen uns etwas absprechen wer jetzt genau welche Rute draussen hat damit es nicht mehr als 4 sind (wir haben beide das Gastpatent) aber das klappt schon.
Meine Frau will auch mal und hat tatsächlich einen Egli-Biss 2m vor den Füssen, leider haut er ab, aber Sie gibt die Rute nicht mehr her ;-) hmm ich sehen eine rosige Zukunft für meine Fischerkarriere voraus :-).
Tränen gibt’s auch noch, beim Versuch den x-ten Hänger meines Juniors am selben (notabene von mir deutlich erwähnten) Stein zu lösen, bricht doch tatsächlich seine Rute und damit auch eine Welt zusammen! Nach vielen Beteuerungen meinerseits, dass wir nächste Woche eine neue kaufen gehen beruhigt er sich dann wieder.
Paschi wird derweil langsam nervös. Das kann doch nicht sein, ich will einen Fisch! Er versucht alles was in seiner Macht steht, Spinner, mit oder ohne Maden dran, Kugel mit Bienenmade hoch, tief, Grund, nichts nur immer die Maden weg (ob wir eventuell irgendwie die Bisse verpassen? Hmmmm? Ich hab nämlich auf meine Kugel auch 0 Bisse bemerkt…). Nun ja, ich hab wenigstens endlich meinen Kanadier und so gegen 4 verlassen wir dann den Oeschi wieder. 1 Kanadier, ca. 5 Bützle (an denen kann man ja auch Freude haben) und viele Erfahrungen. Nächstes Mal wird’s besser! Noch kurz die Rodelbahn runterfreesen und ein schöner, wenn am Anfang auch sehr kalter und v.a. nicht sehr fischreicher Tag neigt sich dem Ende zu. Ich bin hundemüde und musste gegen den Schlaf kämpfen, meine 2 Jungs haben diesen Kampf schon verloren. Wir gehen aber wieder und das nächste Mal noch besser vorbereitet, weniger Material, dünnere Schnüre und evtl. mit Übernachtung, wäre halt schon gäbig ;-)
Liebe Grüsse und für Tipps betreffend Bisserkennung beim Buldofischen wären wir dankbar.

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von tom66 » Do 25. Jun 2015, 09:31

Toller Bericht, Danke.

Ja der Oeschi ist halt wie alle Bergseen eine Zicke und bei solchen Wetterbedingungen wird es ja nicht unbedingt einfacher.
Habe an Bergseen schon mehr "schlechte" als fängige Tage erlebt aber irgendeinmal wirst Du es treffen und kannst gar nicht glauben wo die Fische auf einmal herkommen.

LG

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Rainbowwarrier » Do 25. Jun 2015, 17:52

Ich musste gerade schmunzeln, beim lesen des Bericht´s! Sehr lebendig geschrieben, man ist fast live dabei!
Ich denke der Fischer-Virus ist voll ausgebrochen, jetzt geht es nur noch um den Erfolg :v:
Vielleicht kann ich ein paar Tipp´s beisteuern.
Probier mal klare Sbirolinos! Diese gibt es schwimmend, als Suspender oder sinkend in versch. Gewichten. Damit kommst du auch relativ weit raus. (Gummiperle zwischen Sbiro und Karabiner nicht vergessen!)
Daran ein längeres Vorfach in 0,20, beispielsweise Fluoro oder eine andere klare Mono mit einer guten Tragkraft.( kein Billischrott!)
An den Haken eine Tebomade, wenn du sie auftreiben kannst, ansonsten muss es auch eine Bienenmade tun, diese wird in L-Form aufgezogen!
Nach dem Auswerfen lässt du die Montage in die gewünschte Tiefe absinken und kurbelst dann ganz langsam ein, wenn du einen Biss spürst, lass schnell kurz locker, daß der Fisch den Köder gut nehmen kann und nach 2-3 Sekunden kannst du gefühlvoll anschlagen, das ist aber Erfahrungssache.
Zudem nehme ich meine Köderfische(zumeist Lauben) immer von zu Hause mit und probier unbedingt auch kleine Mistwürmer aus, diese haben mich schon oft vor dem abschneidern bewahrt!
Die (gepimpten)Köderfische biete ich mit dem Tiroler Hölzel am Grund an. Der Bügel bleibt offen und wenn du siehst, daß die Schnur läuft, machst du den Bügel zu und machst einen GEFÜHLVOLLEN Anschlag! (Ideal für die großen Saiblinge)

Ich hoffe ihr habt beim nächsten mal mehr Glück und schreib mal wieder einen Bericht!.....Petri
"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von spiderviper » Fr 26. Jun 2015, 06:32

Hei Rainbowwarrier
Merci für die Tipps, wir werden es ausprobieren beim nächsten Oeschi-Trip. Der darauffolgende Bericht sollte dann mehr von Fischen und weniger über Hänger und Regen handeln :lol:
Gruss aus Bern

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Re: Oeschinensee 2015

Beitrag von Fliege » So 28. Feb 2016, 19:53

Guten Abend Kollegen

Mal eine Frage zum Öschinensee. Noch vor einigen Jahren wurden tolle Fangberichte besonders im Winter von Kandiern hier gezeigt. Das ist völlig vorbei. Hat es keine Fische, fängt man da nur die 25er Seesaiblinge, oder was ist los an diesem See mit den Prachtfischen von damals?

Schönen Gruss vom
wener

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