Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
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masi
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Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von masi » So 22. Sep 2013, 22:25

Fischerwochenende am Engstlensee August 2013


Auch dieses Jahr war ich wieder Anfang August für zwei Tage am wunderschönen Engstlensee und einmal mehr von der wunderbaren Landschaft begeistert.


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Am ersten Tag kam ich gegen Mittag bei sehr sonnigem und heissem Wetter dort an. Ich probierte es wieder wie letztes Jahr zuerst auf der rechten Seeseite und bereits nach wenigen Minuten schnappte sich ein Kanadier meinen Löffel. Leider verlor ich ihn kurz vor dem Feuer. Nach diesem tollen Start ging leider nichts mehr. Ich probierte die verschiedensten Montagen mit Buldo, Sbirolino, etc. mit diversen Ködern und auf beiden Seeseiten aus, leider jedoch für den Rest des Tages ohne Erfolg. Zwar waren mehrere Regenbogenforellen zu sehen, die ihre Runden drehten, aber anbeissen wollte keine von ihnen.


Am nächsten Morgen gings früh aus den Federn und um etwa 6 Uhr war ich wieder am See.


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Nach den Erfolgen vom letzten Jahr am Morgen früh mit Buldo und Bienenmade auf der rechten Seeseite, wollte ich dies wieder probieren. Und tatsächlich, nachdem ich beide Ruten mit dieser Montage draussen hatte, schnappten sich fast gleichzeitig 2 Regenbogenforellen meine Bienenmaden und schon bald darauf gesellte sich eine dritte dazu.

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Bei der dritten (oben) bemerkte ich erst später, dass sich die Färbung deutlich unterschied, und das Entschuppen war irgendwie viel schwieriger (die Schuppen lösten sich nicht so leicht wie bei den beiden anderen). Ich konnte mir das ganze irgendwie nicht erklären. Habt ihr eine Idee dazu?


Im Laufe des Morgens wechselte ich auf die andere Seeseite, um auch dort noch mein Glück zu versuchen.


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Mit Sbirolino und Fischfetzen versuchte ich den Kanadiern oder Saiblingen nachzustellen. Und tatsächlich zupfte es nach einer Weile an meiner Grundmontage und ich konnte den ersten Saibling landen.


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Als die Montage wieder draussen war, dauerte es ebenfalls nicht lange bis es wieder an der Schnur zupfte. Nach dem Anschlagen konnte ich zuerst ein paar Meter Schnur einholen, doch dann blockierte sie plötzlich. Dasselbe war mir schon vor zwei Jahren passiert und mit konstanter Spannung auf der Schnur über mehrere Minuten gelang es mir damals doch noch, den Fisch hochzubringen. Ich hatte damals in Anbetracht der enormen Gegenwehr schon mit einem riesigen Fisch gerechnet, schliesslich hatte er sich aber „bloss“ als 32er Saibling entpuppt.

Auch diesmal versuchte ich es mit konstanter Spannung auf der Schnur über mehrere Minuten hinweg. Zwischendurch zeigte sich ein deutliches Klopfen, doch es gelang mir nicht, mehr Schnur zu gewinnen. Und auch später mit wieder Schnur nachgeben und Positionswechsel kam ich nicht weiter. Ich erhöhte die Spannung immer weiter bis schliesslich das Vorfach riss. Das gleiche passierte mir kurz darauf gleich noch einmal in gleicher Form.
Ist euch dies auch schon passiert? Was denkt ihr, hat es wohl Felsen, Bäume, wo sich die Fische so verschanzen können oder habt ihr eine andere Idee?

Schliesslich gelang es mir doch noch einen weiteren Saibling zu landen. Mit 30 cm nicht sehr gross und eher schlank, aber erstaunlich kampfstark.


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Am späteren Nachmittag machte ich mich dann auf den Heimweg. Es war wieder ein wunderbares Wochenende an diesem schönen See und jedes Mal die Anreise wert!


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Ich werde bestimmt bald wieder kommen!
Gruss Mäsi

forellenfreak

Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von forellenfreak » So 22. Sep 2013, 22:54

Wow.......
Mercy für diesen wunderbaren Bericht mit tollen Bildern:-)

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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von Flümi » So 22. Sep 2013, 23:06

wunderschöne Bilder, merci für den Bericht :)

hast du denn immer an der gleichen Stelle am Grund "eingehängt"? auf der linken Seite ist beim kleinen Bacheinlauf eine Stelle, wo ein flacher, breiter Felsbrocken im Wasser liegt. da das Wasser klar war letztes mal, konnte ich ihn sehen. in früheren Jahren habe ich an diesem einen Felsbrocken mehrere Blinker verloren :roll:

ich hatte mal auf dem Fuschlsee (bei den Ösis) beim Felchenpimpen irgendwas totes dran, das einen riesigen Widerstand bot. es hatte fast das gleiche spezifische Gewicht wie Wasser und ich hatte auch ca. 5min gebraucht, um es cm für cm aus 20m heraufzupumpen. 2-3m unter dem Boot hat es sich dann gelöst, ich schaute sofort unter das Boot, konnte aber nichts mehr sehen. weil ein Einheimischer 20m hinter unserem Boot war und ihm dieses "Extrempumpen" nicht entging und am Abend im Hotel fragte, sagten wir zum Spass, dass ich eine Wasserleiche (z.B. Hund) dran hatte :lol:
Gruss, Stefan
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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von Rutenhalter » Mo 23. Sep 2013, 12:01

Petri und danke fürs zeigen.
Das problem hatte ich früher auch schon beim grundfischen
in bergseen.
Habe danach von schnell- sinkenden sbiro auf langsam-sinkende
sbiros gewechselt und seither ist mir das nicht mehr passiert.
Bei stellen mit hohem hängerrisiko, schlage ich an und
halte die rute relativ hoch, damit der fisch sofort vom
grund weg kommt und somit fast keine chance
hat in bäume,felsbrocken zu flüchten.

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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von alpfish » Mo 23. Sep 2013, 17:39

Danke für den Bericht
masi hat geschrieben: Leider verlor ich ihn kurz vor dem Feuer.
... geht ja rassig zu, bei deinen Drill's :chef:


Bezüglich der Forellen vermute ich die obere ist ein älteres Männchen, welche oft etwas dunkler sind. Schuppen tue ich Forellen nie. Die Haut eines älteren Fisches kann etwas dicker sein. Interessant ist auch die Proportion der Fische: wäre jeder der Forellen einzeln auf einem Foto, hätte ich den untersten kleiner eingeschätzt; hier vermute ich einen Massfisch aus kürzlichem Besatz: die Schwanzflosse erscheint weniger verwachsen.
mit Gruss alpfish

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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von Flümi » Mo 23. Sep 2013, 17:59

Ich hab zwar keine Ahnung und Erfahrungswerte von den optischen Veränderungen nach dem Besatz, aber da die oberste der 3 am schönsten aussieht und die eckigsten Flossen hat, hätte ich auf einen längeren Aufenthalt im See getippt. Die Grösse kann man nicht als Massstab verwenden, da sie im Vergleich zu früher (vor 2-4 Jahren) eventuell auch kleinere Regenböglerli einsetzen. Wir hatten diverse gesehen und versucht NICHT zu fangen (Köder wegziehen), die nur um 22-24cm waren. Billigeres Besatzmaterial druntermischen? Regenbögler haben schliesslich kein Schonmass mehr im Kt. BE und deshalb hoffe ich mal, dass nicht noch jemand vom Fischereiinspektorrat (?) auf die Idee kommt, 18-20er Fischli einzusetzen.

(Subjektiver Post)
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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von alpfish » Mo 23. Sep 2013, 18:54

Ja Fischbesatz ist ein spannendes Thema. Gerade für Regenbogenforellen im Bergsee finde ich persönlich ein Fangmindesmass sehr angebracht. Regenbogenforellen wachsen gut ab und können sich im Bergsee nicht verlaichen, womit bei korrekter Besatzmenge kein Zwergwuchs entstehen kann. Im Wallis und Tessin ist es gang und gäbe, kleine Regenbogen zu besetzten. Den Fischen kann man es meistens gut ansehen, ob diese von klein auf im See grossgewachsen sind, oder ob sie erst als Massforelle eingesetzt wurden. Eben das sieht man bei dem Vergleich auf dem Foto. Bergseen haben das Potential bei geeignetem Besatz einen Beitrag zur natürlichen Produktion von Fisch zu leisten und das sollte eigentlich gefördert werden. Mir sind wenige und kleinere, natürlich aufgewachsene Fische lieber, als grosse Mengen an Zuchtfischen. Je weiter man zu einem See wandern muss, umso grösser ist die Chance solche Fische anzutreffen. Noch schöner finde ich es dann, wenn man dort auf Fische trifft, die schon viele Generationen im See verbracht haben. Sorry für OT...
mit Gruss alpfish

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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von masi » Di 24. Sep 2013, 20:42

Ja, das "Einhängen" war immer etwa an der gleichen Stelle. Kann gut sein, dass dort ein grosser Felsbrocken liegt. Es ist eine Stelle, wo der Grund sonst relativ steil abfällt, so wie es beim Einziehen aussieht. Daher ist es auch mit hohem Halten der Rute schwierig, den Fisch vom Grund wegzukriegen. Mit langsam-sinkenden Sbiros habe ich es jedoch noch nicht probiert; werde ich mal machen. Danke für den Tipp.
Ich werde vermutlich am Freitag noch ein letztes Mal für dieses Jahr hochfahren. Mal schauen, wie es dann läuft.

@alpfish: Ja, manchmal geht's feurig zu und her beim Drillen! :wink:
Gruss Mäsi

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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von masi » So 29. Sep 2013, 20:15

Hallo zäme,
ich war nun gestern Samstag nochmals oben, als Abschluss meiner Bergsee-Saison. Am Morgen um ca. 8 Uhr versuchte ich zuerst wieder auf der rechten Seeseite, ungefähr in der Mitte. Es war bereits ein anderer Fischer da, der mit Bienenmade am Buldo bereits eine Refo erwischt hatte. Ich versuchte es ebenfalls mit dieser Montage und tauschte mit dem Kollegen meine Erfahrungen aus. Nach einer Weile biss auch bei mir eine Refo an, danach ging leider nichts mehr.
Der Kollege war erfolgreicher und konnte mit dieser Montage auch 2 Kanadier an Land ziehen. Beim erneuten Auswerfen verhedderte sich jedoch danach wohl seine Schnur, so dass sie riss und der leuchtend grüne Buldo mit Bienenmade daran in den See hinausflog. Nach einer Weile biss auch tatsächlich ein Fisch dort an, worauf der Buldo in den See hinausgezogen wurde und schliesslich abtauchte. Zu unserem grossen Erstaunen blieb er verschwunden...
Im Laufe des Morgens zog ich schliesslich weiter, um mein Glück auf der anderen Seeseite zu probieren. Dort konnte ich ebenfalls noch eine Refo mit Bienenmade am Buldo und 2 Saiblinge mit meiner Grundmontage (Sbiro, Fischfetzen - diesmal gelang die Landung ohne "Einhängen") erwischen. Als ich wieder auswerfen wollte, entdeckte ich etwa 10 Meter vom Ufer entfernt plötzlich eine leuchtend grüne Kugel, die sich unter Wasser langsam in meine Richtung bewegte. Es war tatsächlich der Buldo des Kollegen vom Morgen mit einem Fisch daran!
Ich montierte schnell einen Löffel und versuchte, irgendwie den Buldo damit zu erwischen, was aber leider nicht gelang. Der Fisch drehte mehrmals vor meinem Platz seine Runden, machte sich jedoch jeweils davon, sobald mein Löffel in seine Nähe kam. Kurz bevor ich zusammen packen und mich auf den Rückweg machen wollte, tauchte er erneut auf, diesmal ganz nahe am Ufer. Ich streckte meine 4m Rute tief ins Wasser und schliesslich gelang es mir, damit den Buldo zu erreichen und schnell mitsamt Fisch an Land zu ziehen. Er entpuppte sich als wohl genährten 33-er Kanadier, der die Bienenmade tief geschluckt hatte. Mit diesem besonderen Fang schloss ich meine Bergsee-Saison für dieses Jahr ab und freue mich schon auf die nächste.

P.S. Den Buldo konnte ich leider seinem Besitzer nicht mehr zurück geben, da er wohl schon heimgereist war. Wenn sich aber jemand angesprochen fühlt oder ihn kennt (kommt aus Port bei Biel, gleich in der Nähe der Schleuse, Alter gegen 50; Name leider nicht bekannt), kann er sich gerne melden. :wink:
Zuletzt geändert von masi am Mo 30. Sep 2013, 08:45, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss Mäsi

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Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von ChristianK. » So 29. Sep 2013, 23:29

Merci für den Bericht Mäsi!

Gibts noch mehr so schöne Fotos? ;) :)
Petri Heil
Christian

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jamilin

Re: Fischerwochenende am Engstlensee August 2013

Beitrag von jamilin » Mo 2. Dez 2013, 18:42

Super Bericht vom schönen Engstlensee.

Petri

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