Verliere alle Fische im Drill

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fischersan

Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von fischersan » Mi 4. Sep 2013, 13:38

Hallo zusammen

Habe diesen Sommer mit dem Felchelen begonnen und schon dutzende Felchen am Haken gehabt, jedoch leider gehabt, bis auf eine kleine 30er Felche habe ich alle im Drill verloren, letzten Sonntag sogar 4 Stk. und 3 davon waren nicht die kleinsten! :evil: :oops:

Habe ich Biss so schlage ich an und drille ganz langsam die Felche hoch, jedoch schlitzen die bei mir meistens nach ca. 3-4 Sek aus und weg ist der Fisch! :(

Ich fische mit Felchenrolle und Shimano Catana Felchenrute (bin absolut zufrieden damit), Hegenen verwende ich 12er + 14er Haken.

Hat jemand eine Ahnung oder einen hilfreichen Tipp damit ich nicht immer alle Fische verliere???

Wäre euch sehr dankbar!

Gruess Fischersan

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Onefoot
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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Onefoot » Mi 4. Sep 2013, 15:19

Hi Fischersan

Ich vermute es liegt am Umgang mit der Rolle. Du redest von einer Felchenrolle. Ich gehe davon aus das du eine Laufrolle meinst. Ich kenne dieses Phänomen auch. Ich fische seit 2 Jahren mit der Laufrolle (befasse mich erst seit zwei Jahren mit der Hegenfischerei) und verliere auch gerne immer wieder Felchen nach kurzer Zeit. Habe die Situation analysiert und kam zum Entschluss, dass ich in der ersten Phase des Drills zwar langsam kurble, jedoch der Felche keinen cm Schnur gebe. Dadurch gingen mir viele verloren, obwohl andere Mitfischer von mir mit der Stationärrolle fast keine Felchen verlieren, da sie zwar immer Kurbeln, aber gleichzeitig die Felche Schnur nehmen kann (wenn die Bremse optimal eingestellt ist). Unterdessen lass ich der Felche nach dem geglückten Anschlag immer wieder ein paar cm Schnur. Jedoch muss die Schnurspannung extrem beobachtet werden, um sofort zu reagieren. Ein Thema könnte auch die Rutenlänge sein. Ich fische eine sehr kurze Rute (190cm). Viele Fischer empfahlen mir eine Längere um die Schläge besser abzufangen (Vorallem bei grossen Fischen). Jedoch konnte ich vor ein paar Wochen eine 47er problemlos drillen ;-)

Hoffe meine Inputs bringen dich weiter. Einige Felchenspezis in diesem Forum können dir sicher bewährtere Tipps geben oder meine Aussagen bestätigen resp. ergänzen.

Petri Onefoot

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Rolf
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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Rolf » Mi 4. Sep 2013, 16:09

Hallo Fischersan,

auch wenns für dich ein kleiner Trost ist, aber das "Problem" haben alle Felchenfischer (mehr oder weniger).

Schau mal in diesen Thread aus dem Felchenfischer Forum, hier gibts schon einige Infos zur Frage :wink:

http://felchenforum.ch/viewtopic.php?f=3&t=2021
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von fischersan » Mi 4. Sep 2013, 16:20

@Onefoot: Danke für deinen Erfahrungsbericht und Tipps, werde beim nächsten Drill probieren etwas mit der Fingerbremse zu arbeiten, hoffe das klappt! 8)

@Felchenfischer: Ja ist ein kleiner Trost, aber immerhein ein Trost! :D Super Danke für den Link vom Thread!

Na dann, vileicht habe ich ja Morgen schon etwas zu erzählen!

Petri und geniesst das schöne Wetter :v: :mrgreen:

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Askersund61 » Mi 4. Sep 2013, 16:28

Hi Fischersan

Fischst du im Luzerner Becken? Was hast du für ein Boot? Vielleicht begegnen wir uns mal auf dem See...

Dass du die Felchen regelmässig hacken kannst, ist schon mal sehr gut!
Grundsätzlich ist Felchenfischen jedoch eine Frage der Erfahrung, kleinste Unterschiede können den Erfolg oder Misserfolg ausmachen. Daher immer wieder aufs Wasser gehen, Erfahrungen sammeln, sich mit Fischerkollegen austauschen (die sind ja alle so nett :) ) und aufs Neue probieren. Ich denke, dass die Ausrüstung nicht das absolut Wichtigste ist, sondern dass du mit ihr 100% vertraut bist und du in jeder Situation genau weisst, wie sie reagiert und wie du sie handhaben musst. Bei mir hat es im zugegebenermassen nicht ganz einfach zu befischenden Luzerner Becken Jahre gedauert, bis sich die Erfolge den alteingesessenen Profis angenähert haben.
Dass Felchen verloren gehen, passiert immer wieder, das kann dir jeder Felchenfischer bestätigen. Allerdings sollte die Quote sehr viel tiefer liegen.
Fischst du mit einer geflochtenen oder einer Mono Schnur? Das könnte auch eine Erklärung sein, da man halt mit der geflochtenen Schnur einen viel direkteren Fischkontakt hat und man mit der Zeit ein Gespür entwickeln kann, wie man die Felche beim Anschlag gut hacken kann. Ich fische auch mit einer Stationärrolle und habe die Bremse immer sehr leicht eingestellt, so dass der Fisch jederzeit seine Fluchtversuche unternehmen kann.

Petri heil und Gruss

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Bastler » Do 5. Sep 2013, 01:35

Hallo Fischersan, Deine Aussage dass Du die Felchen nach 3-4 Sekunden verliertst sagt mir (ganz klar) dass Du entweder mit dem Anschlag zu spät bist. Oder gar zu fest anschlägst, oder sogar die Felchen von aussen gehakt hast. Ich erinnere mich gut, das ab und zu eine verloren geht. Das macht es umso spannender. Aber eben, ich hatte damals am Lungerensee eine Eigenbau Rütchen ( bastler eben) von 1,10 Meter immer mit Laufrolle und dieser Felchenschnur die alle 10 Meter die Farbe wechselt( Geflecht ). Die Phase an der Oberfläche war eindeutig die Verlustreichste. Ich glaube Dein Gerät ist in Ordnung.
Achte Dich mal ganz genau auf den Biss, ich erinnere mich gut, dass der ( optimale ) Felchenbiss die Rutenspitze ein cm. nach oben, oder ein cm. nach unten zieht / hebt. in dem Fall hatte ich immer gute chancen den Fisch zu bekommen( ausser der Anker war im weg) .Falls der Biss heftiger ausfiel, war meist ein Austeiger nach 3-4 sekunden zu beklagen, oder ein Egli kam zum Vorschein. Ich wünsche Dir viel Spass beim experimentieren und Petri Heil
Gruss vom Bastler

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von pimp » Do 5. Sep 2013, 12:07

Da ich ein Gastpatent habe und öfters mit Kollegen fischen gehe, die sich sonst nicht gross mit dem Thema beschäftigen, habe ich folgende Erfahrungen gemacht: Bei einem Biss wird der Anschlag gesetzt was gut ist. Danach wird die Rute nach unten gesenkt und die Schnur verliehrt die Spannung. Wir nenen das "Auf die Fische schiessen" :wink: Anschliessend wird die typische Pumpbewegung ausgeführt, wobei die Schnur immer wieder ohne Spannung ist. Dieser Umstand bringt natürlich sehr viele Aussteiger. Mit der Erfahrung wird die Führung der Rute besser. Interessant wäre zu wissen, was du nach dem Anschlagen machst? Achte dich einmal darauf und gib Bescheid.

fischersan

Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von fischersan » Fr 6. Sep 2013, 08:04

Hallo zusammen

erstmals Danke für eure Antworten und Tipps! :v:

@Askersund61, Ja ich fische im Luzerner Becken auf Felchen vor dem Lido :) , habe ein altes Mändli Boot, sind meistens zu zweit auf dem Boot, was hast du denn für ein Boot? Wäre super wenn man sich mal treffen würde und Erfahrungen austauschen könnte! :P Habe neulich mit Urs gesprochen, hat mir auch einige Tipps gegeben! :v:

@pimp, wenn ich einen Biss sehe oder spüre schlage ich an, dann fange ich ganz langsam an zu kurbeln und spüre den Fisch, dann drille ich langsam weiter bis er an der Oberfläche ist!

So ich werde eure Tipps und Tricks beim nächsten Felchelen mal ausprobieren und hoffe auf gutes Gelingen!

Danke euch!

Gruess

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Askersund61 » Fr 6. Sep 2013, 09:54

Hallo fischersan

Du hast eine PN von mir.

Gruss Askersund61

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Rutenhalter » Fr 6. Sep 2013, 14:08

pimp hat geschrieben: Bei einem Biss wird der Anschlag gesetzt was gut ist. Danach wird die Rute nach unten gesenkt und die Schnur verliehrt die Spannung. Wir nenen das "Auf die Fische schiessen" :wink: Anschliessend wird die typische Pumpbewegung ausgeführt, wobei die Schnur immer wieder ohne Spannung ist..
Krasse technick
ist doch der horror für jeden fischer wenn während des drills die schnur keine spannung mehr hat.

@fischersan
bei einem biss schlage ich an,direkt danach folgen 3-5 schnelle umdrehungen mit der felchenrolle,während diesem vorgang
senke ich die rute in waagrechte position und dabei ist die schnur immer unter spannung und die rute leich gekrümt !
nun beginnt der drill,ob man jetzt langsam oder schnell kurbeln soll entscheidet der fisch am haken.
was man auf dem see auch immer wieder beobachten kann,das fischer nach dem anschlag 2-3sek die rutenspitze beobachten
( ist der noch dran ? ) wertvolle zeit,die sich die felchen zu nutze machen und sich vom haken lösen oder kurze zeit später.
das wichtigste beim felchenfischen ist die volle konzentration auf die rutenspitze,wenn man den biss spührt,ist es meisten
schon zu spät.

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Flümi » Fr 6. Sep 2013, 22:12

fischersan hat geschrieben: @pimp, wenn ich einen Biss sehe oder spüre schlage ich an, dann fange ich ganz langsam an zu kurbeln und spüre den Fisch, dann drille ich langsam weiter bis er an der Oberfläche ist!
ich persönlich schlage an und fange schnellstmöglich an zu kurbeln. dabei kurble ich nicht schnell oder langsam, sondern einfach normal und ich stoppe nur, wenn zuviel Druck/Gegenwehr kommt. wenn keiner kommt, kurble ich hoch und keschere. wenn nach dem Anschlag zuviel Druck ist, fange ich erst dann zu drehen, wenn er nachlässt. wenn sich die Felche erst im Mittelwasser oder an der Oberfläche zu einer Flucht entschliesst, dann ist halt dann Vorsicht geboten.

Pumpbewegungen wie im Drill von grossen Meeresfischen mache ich nie und die Rolle, egal ob Stationär oder meine Laufrolle, machen genug Druck, ausser der Fisch schwimmt schnell nach oben, was aber selten vorkommt. die Rutenspitze kommt nach dem Anhieb nur langsam während dem kurbeln nach oben.

Rutenhalter hat geschrieben: bei einem biss schlage ich an,direkt danach folgen 3-5 schnelle umdrehungen mit der felchenrolle,während diesem vorgang
senke ich die rute in waagrechte position und dabei ist die schnur immer unter spannung und die rute leich gekrümt !
nun beginnt der drill,ob man jetzt langsam oder schnell kurbeln soll entscheidet der fisch am haken.
was man auf dem see auch immer wieder beobachten kann,das fischer nach dem anschlag 2-3sek die rutenspitze beobachten
( ist der noch dran ? ) wertvolle zeit,die sich die felchen zu nutze machen und sich vom haken lösen oder kurze zeit später.
habe eine HBE C-130 (das alte Modell, aber 2. Version mit Lack) und das Problem bei mir ist, dass ich zwar nur 1s nach dem Anschlag Verzögerung hab, aber das kommt nicht vom Warten, sondern das ist halt die verfluchte Zeit, die ich brauche, um den Feststeller zu lösen. :cry:

mit einer Stationärrolle verliere ich vielleicht 15-25% der Fische im Drill. mit Laufrolle vielleicht 20-35%

wobei aber zu sagen ist, dass ich in diesem Jahrtausend keine Felchen von mehr als 33 oder 34cm gefangen hab und im Bielersee generell nicht so viel grosse zu fangen sind.
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von fischersan » Mi 18. Sep 2013, 19:22

Hallo zäme

Nun hat es endlich geklappt, am 7.9.13 war die 1. grössere Felche im Feumer, 44cm!
Eine 2. noch grössere verlor ich, jedoch war es diesmal mein Fehler genauer gesagt
meine Unerfahrenheit mit der Laufrolle! :censored:

Heute kurz nach Mittag habe ich mit einer 42er Felche nachgedoppelt, war extrem
schwierig heute bei diesem Wind, musste nach dem Fang sofort abbrechen und in
den Hafen fahren wurde mir zu riskant da immer mehr Wind aufkam.

Geändert an der Technik u.s.w habe ich nichts, keine Ahnung warum die nun hängen
bleiben, habe jedoch alle drei mit der gleichen Hegene gefangen,
dabei ist mir aufgefallen dass diese die einzige in der Grösse 14 ist,
alle anderen sind 12er, vieleicht war dies der Grund!
Was meint Ihr?? Kann mir jedoch nicht vorstellen dass 12er zu gross sind!

Bilder hätte ich auch noch aber sind zu gross (IPhone) :(

Gruess und Petri

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Re: Verliere alle Fische im Drill

Beitrag von Alet » Mi 18. Sep 2013, 20:41

Ich würde mir keine zu grossen Sorgen machen wegen der Hakengrösse. Selbst habe keine Ahnung welche Grösse die auf meiner gekauften Hegene haben. Felchen gehen meist auf die gleiche Farbe! Die von Tag zu Tag wechselt. Und manchmal sind die gieriger und beissen auch fester zu, sprich die hängen dann besser. Persönlich fische ich mit einer normalen Stationärrolle mit fein eingestellter Bremse und schalte zudem auf Leerlauf um, damit ich Schnur geben kann. Verliere ca. 50%

lg

Alet

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