Fischenzen

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Fischenzen

Beitragvon schambi » Mo 15. Jan 2007, 17:42

Wollte mal Eure Meinung zum Thema Fischenzen hören. Es gibt solche am Zugersee (Luzerner Teil beim Chiemen) und wie in beigefügtem Text auch am Bodensee. Was haltet Ihr von Fischenzen in Seen? Und was in Flüssen? lg, schambi



Fischenzen

Fischenzen sind private oder körperschaftliche Fischereirechte am Obersee, Untersee, Seerhein und Rhein. Ebenso bestehen an vielen natürlichen und künstlichen Weihern private Fischereirechte. Gewässer mit Fischenzen und Weiherfischereirechten sind von der Verleihung des Rechts auf Fischfang durch den Staat ausgenommen. An diesen Gewässern mit besonderen Fischereirechten dürfen nur die Inhaber des Fischereirechts oder dazu ermächtigte Personen fischen. Der Besitz der kantonalen Fischerkarte ist zwingende Voraussetzung.
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Beitragvon Martin » Mo 15. Jan 2007, 18:22

Vermutlich ein heikles Thema aber trotzdem mal meine Meinung.

An einem See finde ich dies nicht sehr sinnvol und frage mich wie das überhaupt möglich ist. Der See gehört doch eigentlich allen oder etwa nicht!? Oder hat sich da jemand vor früher Zeit ein paar Kubikmeter Wasser gekauft?

An einem Weiher oder kleinen Tümpel sehe ich kein Problem, hingegen bei Bächen und Flüssen schon. Pachtgewässer wären besser geeignet als private Nutzung und deshalb auch mit Besatz und des weiteren verknüpft.

Vielleicht habe ich auch was falsch verstanden, aber ihr könnt mich ja aufklären. :-)
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser
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Beitragvon Alet » Mo 15. Jan 2007, 18:26

Ich schliesse mich der Meinung von Martin an.
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Beitragvon pius » Mo 15. Jan 2007, 18:43

hi



unser see ist leider durch solche dinger komplet verstückelt!

alle par meter brauchst ne andere karte :evil:



ich glaube alleine der teil des sees der im kanton luzern liegt bestet aus 13 verschiedenen enzen.



es ist zwar kein patent richtig teuer, im schnitt 100 -150 Fr.

aber wen man bischen rumkommen möchte beim schleppen wird das sehr teuer!!!
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Beitragvon siu » Di 16. Jan 2007, 09:36

bei uns am pfäffikersee gibt es einfach schutzzonen, für die vögel... ich bin auch kein fan von solchen zonen (da ich noch nie mit einem boot in das schilf gefahren bin...), aber die kann ich noch akzeptieren.



als ich aber das patent vom zugersee bestellt habe, sind mir fast die augen rausgeflutscht. habe sowas vorher noch nicht gesehen und finde das einen völligen humbug. haben sie unter wasser die grenzen noch eingezäunt damit ja kein fisch über die grenze schwimmt?! in einem see finde ich das einfach lächerlich... bei kleinen gewässern (teiche...) sehe ich aber kein problem.
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Beitragvon Alet » Di 16. Jan 2007, 17:44

Bringen diese Vogelschutzzonen den Vögeln wirklich etwas?

Für mich sind 90 % dieser Zonen eher poltische Begründet :evil:
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Beitragvon siu » Di 16. Jan 2007, 17:57

Es gibt dabei einfach zu viele Gegensätze. Zum einen machen sie Schutzzonen, damit man mit den Booten nicht zu nahe an das Schilf geht. Zum anderen laufen die "vögelischützer" dann mit der Bockleiter durchs Schilf und zählen die Vögel... Da kommt schon die Frage auf, wer da irgendwas kaputt macht.



Der Weg, auf dem die Fussgänger tagtäglich um den See spazieren ist im übrigen zum Teil vom Schilf umringt. Ob das die Vögel nicht stört...



Bin also ganz deiner Meinung Alet
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Beitragvon Alet » Di 16. Jan 2007, 18:10

Das mit den Blockleiter waren keine Vogelschützer. Das waren wir für eine Studie über die Rohrammer. Unsere Rohrammern habe teilweise 5 m neben dem Fussweg gebrüttet (und das nicht nur am Pfäffikersee). Die seltene Rohrdommel haben wir 3 m neben dem ersten Steg in Auslikon gesehen.
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Beitragvon siu » Di 16. Jan 2007, 18:12

das heisst also, dass die sich gar nicht stören lassen, solange man nicht mit dem presslufthammer durch das schilf rennt, oder?
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Beitragvon Alet » Di 16. Jan 2007, 18:17

nein, solange man nicht darin rumrennt...



Dank diesen Schutzzonen kann man eigentlich nur noch Felchen fischen. Meine geliebten Eglistandplätze liegen fasst alle drinn.

:cry:
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Keine Schutzzonen...

Beitragvon schambi » Mi 17. Jan 2007, 08:29

...sondern Privatfischenzen. Schutzzonen sind in jedem Fall ok. Wir sind ja auch täglich in der Natur und dies heisst Rücksicht nehmen. Mir geht es wirlich nur um die Diskussion ob an einem See Private bestimmte Bereiche ausschliesslich für sich beanspruchen können. Wie auch Pius schreibt ist es an gewissen Seen ziemlich mühsam mit den verschiedenen Karten. Ein gutes Beispiel ist der Walensee. Hier gibt es ein Patent für den ganzen See (Glarus/St. Gallen) zusammen. Wie schon mehrmals in diesem Forum gesagt, bin ich nicht gegen Regeln. Aber wir sind alle mobil und fischen mal da und dort. Und somit leider immer öfter an der Grenze des Gesetzes. Überschreitest Du irgendwo die Kantonsgrenze bist Du dran. lg schambi
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Beitragvon Alet » Mi 17. Jan 2007, 20:28

Verschieden Patente für einen See sind für mich ein völliger Unsinn. Sie könnten die Patenteinnahmen nach einem Verteilschlüssel den verschiedenen Parteien auszahlen. Am Vierwaldstättersee ist das ganze zusätzlich mit dem Kantönligeist vermixt. Dazu noch mit unterschiedlichen Bestimmungen :!: Ich war mal ein halbes Jahr in Horw und hatte entsprechend das Patent für diesen Seeteil.
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Re: Fischenzen

Beitragvon twitch-it-real-good » Mi 31. Aug 2011, 10:38

hi guys

habe am zugersee genauer gesagt in hüneneberg für ende september ein haus am see gemietet. es liegt neben der badi hünenberg und hat einen eigenen seeanstoss. leider kann man dort nicht mit dem zugerseepatent fischen. kann mir jemand sagen, ob dort fischen generell verboten ist, oder ob man irgendwo eine karte für den hünenberger teil kaufen kann.

ist es möglich, dass auf einem privatgrundstück fischen generell erlaubt ist.

thanks
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Re: Fischenzen

Beitragvon Martin83 » Mi 31. Aug 2011, 13:10

Meine meinung, wie alles andere hat auch dieses thema zwei seiten...

Ist bei uns in der Region auch so, der Baggersee zum beispiel, in Meienried, wäre sicherlich auch noch der eine oder andere kapitale fisch zu hohlen, jedoch haben dort nur die einwohner von Büren a.a. Und Meienried das angelrecht...

Negativ, wir anderen haben keine möglichkeit dort legal zu angeln...
Positiv, der see wird nicht überlagert von fischern und leer geangelt...

Tatsache ist, dass der staat, der kanton oder die gemeinde, immer mehr alle privaten grundstücke am see sich unter den nagel reissen wollen. Das find ich genau so schlimm...

Deswegen, ein thema ohne ende...
Martin83
 

Re: Fischenzen

Beitragvon Zugerrötel » Mi 31. Aug 2011, 16:00

hi twitch

schönes Häuschen hast du da gemietet, fahr beim Schleppen öfters dran vorbei :D
Soviel ich weiss ist dieser Seeteil vom Fischereiverein Cham gepachtet. Die sind aber so generös, dass sie auch andere in "ihrem" Teil fischen lassen. Also red doch mal mit einem ansässigen chamer Fischer.
Gruess Zugerrötel
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