Hallo
wieso töten wir Beute. Kapitale Beute.
Na klar Urinstinkt da es ums Fressen und Überleben geht!
Und in diesem Falle auch Unerfahrenheit und Stolz so ein grooooser Fisch präsentieren zu können.
Sicher war das Verwerten danach ein Problem und von untergeordnetem Interesse.
Soll doch jeder machen wie er es für richtig hält und handeln wie es seine Erfahrung zulässt.
Solange ein Gewässer nicht stark befischt wird auch kein Problem.
@Helix
Re: Im Murtensee Polizist fängt Monster-Wels
von helix » 27.01.2012, 13:16
Es geht nicht um die Grösse, sondern ums Alter. Junges Fleisch, auch wenn nicht 1:1 mit Fisch vergleichbar, schmeckt auch viel besser als altes, und Kühe werden bei weitem nicht 100 Jahre. Ich hätte also absolut keine Lust, 60-70 jähriges Fleisch zu essen, ausserdem haben sich in solchem Fleisch über Jahrzehnte auch Stoffe (Gifte) angesammelt, die sicherlich nicht in unserer Nahrungsmittelpyramide stehen.
Solche Fänge sind immer wieder spektakulär und man macht sich immens mehr Gefühle/Sorgen, nur weil es ein grosses Tier ist. Sein Nervensystem funktioniert aber haargenau gleich, wie jenes einer 10cm Rotfeder, die z.B. stundenlang lebendig als Köder verwendet wird. Dem 80kg Wels mit mehr Mitgefühl zu begegnen als der genannten Rotfeder, beruht auf einem Überlegungsfehler des Menschen, ist jedoch mMn dennoch ein wenig begreiflich.
Perfekt!
Da steckt Wissen dahinter. Kein Geblaber!
@Mattu
Re: Im Murtensee Polizist fängt Monster-Wels
von gonefishing » 28.01.2012, 19:47
Im Murtensee werden ja immer wieder grosse Welse gefangen, der grösste so viel ich weiss 1952 mit 2.32m
Wenn mal ein grösserer gefangen worden wäre, so wäre dies bestimmt bekannt.
Die grossen Welse wurden schon früher zur Schau gestellt, nicht im Blick sondern im Brunnen
Ich gehe daher davon aus dass sie bisher nicht grösser wurden. Nicht wegen dem Nahrungsangebot, sondern wegen dem Winter. Im Gegesatz zu Po oder Ebro haben die Welse hier eine relativ lange Phase im Jahr, in der sie weniger fressen und daher auch weniger wachsen. Ensprechend würden sie bei gleicher Lebenserwartung weniger gross/schwer.
Gruss, Mattu
Nein Mattu, es sind nicht alle Welse bekannt. Vor allem nicht die echt grossen. Die Leute wissen schon mittlerweile warum.
@Dural
Re: Im Murtensee Polizist fängt Monster-Wels
von Dural » 29.01.2012, 13:09
geniessbar = gut?
ich habe meiner Freundin am Freitag vom Wels erzählt und das er für die Verwertung entnommen wurde, sie meinte dann gleich das der doch nicht mehr gut sei... und ich habe sie genau wegen der Diskussion hier im Forum gefragt ob es normal sei das ein altes Tier nicht mehr so schmackhaft sei, ihre Antwort kam prompt mit einem JA! sie ist auf dem Land mit Tieren aufgewachsen und studiert Tiermedizin / Schwerpunkt Nutztiere, noch Fragen?
klar ausnahmen kann es sicher geben, aber diese meinung kommt nicht von irgend wo her.
Hab Welse von 60cm, 1.20, 1.40 und 1.85m gegessen, respektive teilweise nach dem Versuch abgebrochen.
60cm schmeckt verdammt gut, 1.20 auch, 1.40 geht so mit Rahmsosse und Safranreis, aber nur noch die besten Stücke vom Rücken. Quasi das Royal Filet. 1.85 war scheusslich mit leicht ranzigem Geschmack.
Fazit ungenissbar. Na gut nur ein Versuch mal einen Grossen zu verspeisen. Aber immerhin eine Erfahrung die ich garantiert nie wiederholen werde.
Alle Fische bis auf den kleinen waren so arg verletzt dass ein Zurücksetzen keinen Sinn machte.
Kann mir vorstellen wenn so ein Fisch in glasklarem Wasser wie dem Brienzersee leben würde auch mit 1.40m mit seinen schneeweisen Fleisch ausgezeichnet munden würde und von mir eins mit dem Knüppel
bekommen würde. Aber sicher nicht so ein alter Sack. Schade um das Leben (wie beim kleinen Fisch) und die Gene. Mehr nicht.
@Ädu
Re: Im Murtensee Polizist fängt Monster-Wels
von ÄDU » 29.01.2012, 13:18
Das mit der ablagerung der Schwermetale im Fett iat schon richtig aber bei einem Fisch der zu den Fettesten wen nicht sogar der Fetteste der Schweiz ist ist das mit dem wegschneiden auch eher schwirig voralem da sich beim Wels viel Fett im zwischengewebe absetzt.
Gruss ädu
Auch meine Erfahrung mit dem 1.85er, aber auch mit frischen toten Welsen von 2Metern (abgelassene Kanäle des Po) die ich zur Untersuchung aufgeschnitten habe um den Mageninhalt festzustellen.
Überall blabriges fettes Gewebe und unangenehm riechendes Fleisch. Könnte allerding teilweise auch gewässerbezogen sein. Jedoch eher Sondermüll als Frischfleich trotz absoluter Frische. (tödl. Schieberverletzung)
Irgendwo hab ich noch gelesen wegen der Drillzeit. Glaube war von Going fishing - Mattu
Du schreibst etwas von einer halben Stunde Drillzeit mit geeignetem Welstackle. Du musst es ja wissen. Wars ja auch schon am Po auf Welsjagd!
Am Rande bemerkt:
Am Po werden die allermeisten Welse zurückgesetzt. Ausser es ergeben sich schwere Verletzungen. Dann landet auch da ein Fisch auf dem Grill. Ein kleiner Wels bis 1.20m!!
Grundsätzlich direkt nach dem Drill ohne grosse Fotosession schwimmen sie wieder. Fotos gibts in der Regel nur bei grossen Fischen. Die Drillzeit beträgt mit geeignetem Gerät auch bei
extremen Fischen über 2.40m kaum mehr als eine viertel Stunde auch wenn man hin und wieder was anderes liest. Gibt aber immer Ausnahmen wie bei uns, zum Beispiel wenn mit feinerem
Gerät vertikal auf Kleinwaller bis 1.80 gefischt wird.
Ach ja! Noch was. Die Welsszene im In- und Ausland lacht heftigst über die Gewichtsangabe. Auch mit gestutztem Schwanz
Gruss Garrick